Mann mittleren alters schaut nachdenklich grübelnd aus dem Fenster

Er hielt aus Pflicht an seiner Ehe fest – bis alles zerbrach

Wenn er so unglücklich ist, warum bleibt er bei seiner Frau? Warum schafft er es nicht, seine Ehe zu beenden, obwohl er sie nicht liebt?

Manchmal bleiben Menschen in einer Beziehung, weil sie glauben, dass Aushalten edler ist als Aufbrechen. Weil Pflichten klarer erscheinen als Gefühle.

Konstantin ist einer dieser Menschen. Er wollte bleiben – nicht, weil noch Liebe da war, sondern weil er überzeugt war, dass man eine Familie nicht verlässt, nur weil die Nähe verschwunden ist.

Doch Geschichten wie seine zeigen: Auch wenn man versucht, alles zusammenzuhalten, kann das eigene Leben irgendwann beginnen, von innen heraus zu reißen.


Du willst diesen Blogpost anhören? Gesprochen von Silke Setzkorn


Wie treffe ich eine Entscheidung, wenn jede Option falsch wirkt?

Eines Abends saß Konstantin wie so oft allein in seiner Stammbar. Als Jasmin zufällig neben ihm Platz nahm – eine Kollegin aus einer anderen Abteilung, bisher kaum mehr als ein Name in E-Mails – entstand ein Gespräch, das ihn unvermittelt berührte.

Es war nichts Spektakuläres, kein Flirt, kein Spiel. Nur eine leichte, unangestrengte Art, miteinander zu reden. Ein Lachen hier, ein kurzer Blick dort, ein Moment echter Menschlichkeit, der für Konstantin fast ungewohnt war, weil er diese Art von Nähe zu Hause schon lange nicht mehr kannte.

Und doch blieb etwas von diesem Abend in ihm hängen, etwas, das er nicht benennen konnte, aber das sich nicht einfach abschütteln ließ.


Du schaffst es nicht, dich zu entscheiden? Lies diesen Artikel, ergänzend zu diesem:


Also trafen sie sich wieder, erst zufällig, dann bewusst

Zunächst vollkommen harmlos – ein Kaffee, ein gemeinsamer Rückweg vom Büro. Doch unter dieser Oberfläche wuchs eine Anziehung, leise, aber stetig, bis sie schließlich nicht mehr ignoriert werden konnte.

Als sie miteinander im Bett landeten, redete sich Konstantin ein: „Einmal. Nicht mehr.“
Eine Grenze, die er ziehen wollte – und die in dem Moment schon längst gefallen war.

Denn es blieb nicht bei dieser Nacht. Was zwischen ihnen entstand, wurde intensiver, leidenschaftlicher, vertrauter – und mit jedem Treffen auch gefährlicher. Zwei Jahre lang führten sie eine Affäre.

Warum Konstantin aus Pflicht in seiner Ehe blieb – auch ohne Liebe

Jasmin wusste von Anfang an, dass Konstantin verheiratet war. Sie ging nicht naiv hinein, nicht blind. Und doch war sie es, die ihm etwas zurückgab, das er fast verloren hatte: mit ihr konnte er lachen, reden, fühlen. Sie sah ihn nicht als Vater, nicht als Ehemann, nicht als Funktion, sondern als Mann.

Konstantin hatte das lange nicht mehr erlebt. In seiner Ehe war eine Art höflicher Abstand eingezogen, der irgendwann zur Gewohnheit geworden war. Und Jasmin füllte genau den Raum, der dort seit Jahren leer stand.

Doch obwohl er sie liebte – und sich das selbst kaum eingestand –, konnte er sich nie vollständig zu ihr bekennen.

Konstantin schwankte zwischen zwei Leben, die beide unvollständig, aber auf unterschiedliche Weise wichtig waren.

Er sagte sich immer wieder:

  • „Ich kann meine Kinder nicht verlieren.“
  • „Ich darf die Fassade unserer Familie nicht zerstören.“
  • „Meine Frau hat das nicht verdient.“
  • „Ich bin verantwortlich – egal, wie es in mir aussieht.“
  • „Was, wenn ich später feststelle, dass es ein Fehler war?“

Es war nicht fehlende Liebe, die ihn zurückhielt. Es war die Angst vor den Konsequenzen seiner Wahrheit. Die Angst, derjenige zu sein, der alles auseinanderreißt. Die Angst, seine Rolle als „Guter“ zu verlieren.

Und so blieb Konstantin in einem Doppelleben, das ihn zerriss:

Die Affäre gab ihm das, was in seiner Ehe fehlte.
Seine Ehe gab ihm das, von dem er glaubte, es nicht verlieren zu dürfen.

Diese Mischung hält viele Männer fest – nicht, weil sie feige sind, sondern weil sie zwischen moralischem Anspruch, emotionalem Bedürfnis und der Sorge um ihre Kinder feststecken. Es fühlt sich an wie ein inneres Gefängnis, aus dem heraus jeder Schritt falsch sein könnte.

Weibliche Hand schenkt ein brennendes Herz / Gefährliche Liebe

Typische Gründe, warum Männer unglücklich verheiratet bleiben

Viele Geliebte glauben, dass ein Mann, der sie liebt, sich früher oder später für sie entscheiden muss.
Doch die Realität sieht oft anders aus – nicht, weil die Gefühle fehlen, sondern weil andere Kräfte stärker sind als der Mut, ihnen zu folgen.

Hier sind die Gründe, die ich in meinen Beratungen immer wieder sehe:

1. Er findet durch die Affäre emotional wieder „auf die Beine“ – aber er übersetzt dieses Aufblühen nicht in Zukunftspläne

In der Beziehung zur Geliebten fühlt er sich plötzlich wieder lebendig: vertraut, begehrt, gesehen.
Diese emotionale Rückkehr ins Leben schreibt er jedoch selten ihr zu – vielmehr empfindet er es als eine Art allgemeine Wiederbelebung, ein Aufwachen aus einer inneren Starre.

Und weil dieses neue Gefühl für ihn so fragil wirkt, projiziert er es nicht automatisch in ein „Wir zwei könnten etwas Aufbauen“,
sondern eher in ein „Endlich fühle ich mich wieder wie ich selbst“.

Er genießt die Nähe, aber er denkt nicht in gemeinsamen Jahrzehnten, er denkt in Momenten. Und in Momenten lässt es sich leichter lieben als in Entscheidungen.

2. Er glaubt, es seiner Familie schuldig zu sein, zu bleiben – selbst wenn die Beziehung längst hohl ist

Viele verheiratete Männer tragen ein tief verankertes Verantwortungsgefühl in sich, das sie kaum hinterfragen.
Sie sehen sich als denjenigen, der „durchhält“, der nicht aufgibt, der Kinder schützt, der Stabilität sichert.



Selbst wenn die Ehe emotional längst ausgehöhlt ist, fühlt es sich für ihn falsch an, derjenige zu sein, der das sichtbare Ende herbeiführt.
Er denkt in Sätzen wie:

  • „Ich will nicht, dass meine Kinder unter meiner Entscheidung leiden.“
  • „Ich kann sie doch nicht einfach zurücklassen.“
  • „Ich habe hier eine Pflicht – egal, wie es in mir aussieht.“

Dieses Pflichtgefühl wirkt oft stärker als jede Sehnsucht, stärker als Liebe, stärker als der Wunsch nach einem anderen Leben.

3. Er entscheidet aus Pflichtgefühl statt aus Liebe – und redet sich ein, dass es die „richtige“ Entscheidung sei

Wenn ein Mann zwischen seinem Herz und seiner Verantwortung steht, wählt er oft den Weg, der weniger zerstörerisch wirkt.
In seinem Kopf klingt das vernünftig:
„Ich muss erwachsen handeln.“
„Ich darf nicht alles aufs Spiel setzen.“
„Ich muss das kleinere Chaos wählen.“

Er nennt es „die richtige Entscheidung“, aber eigentlich ist es eine Entscheidung, die aus Angst geboren ist:

  • Angst, sich zu irren
  • Angst, etwas kaputtzumachen
  • Angst, später mit leeren Händen dazustehen.

So bleibt er – nicht, weil er keine Liebe für die Geliebte hat,
sondern weil er glaubt, dass Liebe allein kein Fundament ist, auf dem man ein ganzes Leben aufbauen kann.

Aus Pflicht in der Ehe bleiben

Als Konstantin nach zwei Jahren die Affäre beendete, tat es Jasmin unendlich weh. Aber sie tat etwas, was nur wenige Geliebte schaffen:

Sie hielt sich zurück, kontaktierte seine Frau nicht. Sie drängte ihn nicht und ließ ihn gehen. Nicht aus Schwäche, sondern aus Selbstschutz.

Sie löschte alles: Nummer, Nachrichten, Fotos. Ein radikaler Schnitt – aber der einzige Weg, um sich selbst nicht zu verlieren.

Konstantin verstand es und es tat ihm weh. Aber er wusste, dass es richtig war. Für ihn fühlte sich das Bleiben lange Zeit wie die vernünftigere Wahl an. Wie etwas, das man eben tut, weil man erwachsen ist, Verantwortung trägt, Stabilität schafft.

Er sagte sich immer wieder: „Das ist das Richtige.“

Doch unter diesem Satz lag ein anderer, viel ehrlicherer:
Er fürchtete, dass mit dem Ende der Ehe nicht nur sein Zuhause zerbricht, sondern gleich sein ganzes Leben – Gewohnheiten, Routinen, Rollen, Selbstbilder.

Es war nicht Liebe, die ihn hielt. Es war die Angst, alles Vertraute zu verlieren und sich in einem Leben wiederzufinden, das er selbst erst neu definieren müsste.

In der Ehe bleiben ohne Liebe

Er glaubte, dass die Kinder ihn brauchen – unabhängig davon, wie unglücklich seine Ehe war. Wie viele Väter war Konstantin überzeugt, dass „zusammenbleiben“ für sein Kind das Beste sei.
Er stellte sein eigenes emotionales Wohlergehen hinter einen Gedanken, der sich moralisch richtig anfühlte – ohne zu erkennen, dass Kinder die Spannung zwischen zwei Erwachsenen oft viel klarer spüren als die Erwachsenen selbst.

Er sah nur: „Wenn ich gehe, schade ich ihnen.“
Er sah nicht: „Wenn ich bleibe wie bisher, sehen sie ein Modell von Beziehung, das niemandem guttut.“

Diese Art von Verantwortung ist ehrlich gemeint – und dennoch oft fehlgeleitet. Sie hält Männer fest in Beziehungen, die ohne Kinder längst beendet wären.



Er bekam durch die Affäre alles, ohne etwas entscheiden zu müssen – und war irgendwann satt

Das ist ein Satz, der schwer auszusprechen ist, aber in vielen Beratungen auftaucht:
Eine Affäre kann einen emotional „füttern“ – mit Nähe, Leichtigkeit, Sexualität, Aufmerksamkeit – genau mit dem, was in der Ehe fehlt.

Und solange dieser Vorrat an Zuwendung anhält,

  • muss der Mann nichts verändern.
  • muss er keine Trennung vollziehen.
  • muss er keine neue Verantwortung übernehmen.
  • muss er nicht gehen, um sich lebendig zu fühlen.

Er sitzt zwischen zwei Welten – und bekommt aus beiden das, was er gerade braucht, ohne eine klare Wahl zu treffen.

Diese Sättigung schafft paradoxerweise eine Art Ruhe: Die Konflikte in der Ehe nehmen ab, weil er innerlich ausgeglichener ist, und genau das macht es für ihn noch schwerer, etwas zu ändern.

So bitter es klingt: Eine Affäre kann eine kaputte Ehe stabilisieren.

Acht Monate später zerbrach seine Ehe doch

Nachdem Konstantin zu seiner Frau zurückgegangen war, merkte er schnell, dass er in eine Beziehung zurückkehrte, die nur noch auf dem Papier existierte.
Zunächst wollte er es nicht wahrhaben. Er versuchte es mit Gesprächen, vorsichtigen Annäherungen, kleinen Gesten, die zeigen sollten: „Ich bin wieder da. Ich möchte, dass es besser wird.“

Doch Sonja reagierte kaum. Nicht feindselig, nicht abweisend – eher wie jemand, der längst innerlich ausgestiegen ist und keinen Grund mehr sieht, wieder einzusteigen.

In den Gesprächen, die sie führten – manchmal spät abends am Küchentisch, manchmal zwischen zwei Alltagspflichten –, spürte Konstantin immer deutlicher, dass sie kein Engagement mehr hatte, die Ehe zu retten. Sie hörte zwar zu, aber ohne Anteilnahme. Sie sprach von Sorgen, vom Alltag, vom Kind – aber nie von „wir“, nie von Zukunft, nie von einem gemeinsamen Weg.

Und irgendwann sagte sie es: Sie hatte einen anderen Mann wiedergetroffen. Nicht als Affäre, nicht als heimliches Gegenstück – sondern als jemanden aus der Vergangenheit, zu dem sie sich wieder hingezogen fühlte.


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Es war kein klassischer Betrug

Es war die logische Folge einer langen inneren Distanz, die zwischen ihnen gewachsen war, ohne dass einer von beiden den Mut gehabt hätte, sie auszusprechen.

Konstantin wurde bewusst, wie sehr sie beide geschwiegen hatten. Wie viel sie aus Pflichtgefühl getragen hatten. Wie sehr sie sich an eine Familienillusion geklammert hatten, sie beide für ihre Kinder zusammen blieben, nicht wegen ihrer Liebe.
Und als sie das beide ausgesprochen hatten, fiel etwas von ihnen ab: die Last, weiter so tun zu müssen, als gäbe es noch ein „uns“.

Pflichterfüllung oder eigenes Glück: Wofür sollte er kämpfen?

Nachdem die Wahrheit über seine Ehe endlich ausgesprochen war, blieb Konstantin mit einer Frage zurück:
Worum – und um wen – kämpfe ich eigentlich?

Seine Ehe war nicht plötzlich zerbrochen, sie war über Jahre langsam ausgelaufen. Und dennoch spürte er die Verpflichtung, noch einmal hinzuschauen, bevor er endgültig losließ.
Er fragte sich:
Sollte ich versuchen, meine Ehefrau zurückzugewinnen? Oder war das nur der Reflex eines Mannes, der Angst hat, zuzugeben, dass eslängst vorbei ist?

Und gleichzeitig blieb da diese andere Frage, die er lange verdrängt hatte:
Was ist mit Jasmin? Was ist mit den Gefühlen, die trotz aller Distanz nie verschwunden sind?

Er wollte keine impulsive Rückkehr, keine Flucht in das, was mit Jasmin einmal leicht war. Er wollte wissen, ob seine Liebe zu ihr einen Wert hatte, der über das Verbotene, Heimliche hinausging.

Als er zu mir in die Beratung kam, wirkte er müde, aber zum ersten Mal bereit, ehrlich zu sein – zuerst mit sich selbst.

Er sagte:

„Ich habe die Affäre damals aus Vernunft beendet.
Nicht, weil ich sie nicht geliebt habe.
Die Gefühle sind geblieben, egal wie sehr ich versucht habe, sie wegzudrücken.
Aber ich weiß nicht, wofür ich kämpfen soll. Für meine Frau – oder für Jasmin?“

Er wollte keine schnelle Lösung. Er wollte verstehen, welche Entscheidung ihn langfristig tragen würde – und welche ihn wieder zu einem Mann machen würde, der in sich selbst ruht.



Neuanfang statt Pflichtgefühl

Gemeinsam begannen wir, Stück für Stück zu sortieren:

  • seine Schuldgefühle, die ihn lange dazu gebracht hatten, Loyalität mit Liebe zu verwechseln
  • seine Verantwortung als Vater, die ihm wichtig war, ohne dass sie zum Alibi für Stillstand werden durfte
  • seine Angst, erneut jemanden zu verletzen, weil er schon einmal die falsche Entscheidung getroffen hatte
  • seine Gefühle für Jasmin, die nicht abgeklungen waren, sondern sich im Stillen verfestigt hatten

Und schließlich stellte ich ihm die entscheidende Frage:
Wofür lohnt es sich wirklich zu kämpfen – für das, was nur noch Fassade ist?
Oder für das, was ehrlich ist, auch wenn es Mut braucht?

Er begann zu spüren, dass der Kampf um seine Ehe kein Kampf um Liebe wäre, sondern ein Kampf gegen das Scheitern.

Und dass der mögliche Weg zu Jasmin kein Sprung ins Chaos war, sondern die Chance, zum ersten Mal eine Entscheidung nicht aus Pflicht, sondern aus Gefühl zu treffen.

Als er nach einigen Wochen spürte, dass seine Gefühle für Jasmin nicht aus einer Krise entstanden waren, sondern trotz aller Krisen Bestand hatten, entwickelten wir einen Weg, wie er behutsam wieder Kontakt aufnehmen konnte – ohne Druck oder Erwartungen, die niemandem guttun würden.

Eine vorsichtige Nachricht, ein erstes Gespräch, in dem er mehr Verantwortung übernahm als je zuvor.
Ein Treffen, bei dem er nicht versuchte, sie zu überzeugen, sondern zu zeigen, dass er sich selbst verstanden hatte.

Und irgendwann schrieb er mir:

„Ich habe mich für Jasmin entschieden. Wir sind wieder zusammen, dieses Mal ganz offiziell, es muss nichts versteckt werden.“

Es war ein etwas steiniger Weg – einer, der ihn durch Zweifel, Angst und alte Muster geführt hat. Aber es war ein Weg, den er bewusst gegangen ist.
Ein Weg, der nicht aus Verzweiflung entstanden ist, sondern aus Klarheit. Und nur aus solch einem Fundament heraus kann eine neue Liebe bestehen.

Headshout von Silke Setzkorn. Sie blickt in die Kamera und trägt einen türkisen Blaser.

FAQ: In Ehe bleiben aus Pflicht?

1. Warum trennen sich verheiratete Männer trotz Liebe zur Geliebten nicht?

Oft liegt es nicht an fehlenden Gefühlen, sondern an den Ängsten, die größer sind als der Mut zur Veränderung. Viele Männer bleiben wegen der Kinder, aus Schuldgefühlen oder weil ihnen der Gedanke, ihr ganzes Leben neu ordnen zu müssen, überwältigend erscheint. Die Affäre gibt ihnen emotionale Nähe, ohne dass sie etwas Entscheidendes verändern müssen – und genau das hält sie fest. Am Ende ist es meist nicht die Liebe, die fehlt, sondern die Kraft, die Konsequenzen auszuhalten.

2. Woher weiß ich, ob seine Gefühle für mich echt sind?

Echte Gefühle zeigen sich daran, dass er nicht nur den Ausbruch sucht, sondern auch deine Gedanken, Sorgen und dein Leben wirklich sehen will. Wenn er Nähe braucht, auch ohne Sexualität, ehrlich über euch spricht und selbst nach Distanz oder Pausen emotional verbunden bleibt, geht es über eine Affäre hinaus. Verschwinden seine Gefühle jedoch sofort, sobald die Situation kompliziert wird, dann waren sie an das Verbotene gebunden – nicht an dich.

3. Kann eine Beziehung funktionieren, wenn er sich wirklich trennt?

Eine Beziehung hat dann eine Chance, wenn sie aus einer bewussten Entscheidung heraus entsteht. Wenn er klar sagt, dass er mit dir eine Zukunft möchte, kann daraus etwas Stabil­es werden. Entscheidend ist, dass der, der geht, die Zeit bekommt, um Schuld, alte Muster und die Dynamik der Affäre hinter sich zu lassen. Funktionieren kann es – aber nur, wenn es nicht sofort weitergeht wie vorher, sondern langsam neu entsteht.

4. Was kann ich tun, wenn ich in der Affäre feststecke und keine Entscheidung kommt?

Wenn du merkst, dass du nur noch wartest und dich selbst verlierst, hilft selten noch mehr Geduld, sondern Klarheit. Abstand, klare Grenzen oder eine Kontaktpause zeigen, ob er nur die bequeme Version der Beziehung sucht – oder ob er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Der wichtigste Schritt ist nicht, ihn zu verändern, sondern dich selbst wieder in den Mittelpunkt deines Lebens zu stellen.

5. Warum halten Männer an einer Ehe fest, die eigentlich längst leer ist?

Viele Männer bleiben, weil sie sich an die Rolle gewöhnt haben: Vater, Versorger, Stabilitätsanker. Selbst wenn die emotionale Verbindung schon lange fehlt, erscheint es ihnen sicherer, im Bekannten zu bleiben, als in ein neues Leben aufzubrechen. Oft halten sie nicht an der Liebe fest, sondern an der Struktur, die ihr Leben definiert. Erst wenn diese Fassade nicht mehr tragfähig ist, beginnen sie zu hinterfragen, was sie wirklich wollen.

6. Warum geraten Affären in Sackgassen?

Viele Geliebte bleiben viel zu lange, weil sie hoffen. Weil der Mann sagt, er sei unglücklich. Weil er verspricht, dass alles „bald anders“ wird. Doch:

Solange er alles bekommt, ohne etwas aufgeben zu müssen, wird er sich selten entscheiden.

Die Geliebte stillt seinen emotionalen Hunger – und gerade dadurch hält sie ihn in seiner Ehe. Sie wird zum Ausgleich, nicht zur Lösung. Am Ende:

  • Er wirkt entspannter
  • Die Konflikte zu Hause nehmen ab
  • Er setzt sich wieder leichter in seine Rolle als Ehemann

Und sie leidet immer mehr.

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Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass dich vieles davon direkt betrifft: Allein aus dieser Schleife auszusteigen, ist oft schwer. Man sieht klar, was einen belastet – aber nicht, wie man es verändern kann, ohne noch mehr Chaos zu verursachen.

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Ich bin Silke Setzkorn, Affären-Expertin, Online Beziehungs-Coach und Buch-Autorin

Lass uns deine Geschichte von A bis Z genau durchleuchten. Wir besprechen alles, was dich gerade beschäftigt. Keine Sorge, ich werde dir keine vorgefertigte Meinung aufdrücken.

Statt weiter zu grübeln, handle lieber so, dass es sich richtig anfühlt und du euer Drehbuch voranbringst.

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Okay, ja, du könntest natürlich auch einfach weitermachen wie immer…

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Ich freue mich, dich im 1:1 zu begleiten und bin gespannt, dich kennenzulernen!

Herzlichst, 

Silke Setzkorn

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