1. Dating im Cafe, Mann und Frau unterhalten sich

Trennung verhindern

Trennungen fangen immer bei uns selbst an. Auch, wenn wir das meist anders wahrnehmen. Denn eine Trennung hat meist eine längere Vorgeschichte. Es ist von Vorteil, wenn wir diese Entwicklung bereits früh erkennen können. Häufig erfahren wir sie daran, dass in der Partnerschaft eine längere Zeit Unstimmigkeiten, Unzufriedenheiten oder etwas Falsches in der Luft liegt. So, wie ein unangenehmer Duft.

Der erste gute Schritt, den wir machen können

Der erste Schritt ist, über uns, unser Verhalten und das des Partners nachzudenken. So können wir unsere Beziehung Revue passieren zu lassen und erkennen vielleicht schon unseren eigenen Anteil. Wenn es uns gelingt, diesen zu verändern und damit unseren Anteil an den Wiederholungssituationen zu stoppen, dann haben wir bereits viel getan. So können dann in Ruhe Gespräche mit dem Partner aufgenommen werden, um ihm davon zu erzählen.

Dein konkreter Fahrplan für die Wende

Manchmal können wir relativ rasch auf den Partner zugehen, manchmal braucht das etwas Zeit. Wichtig ist, dass es mit dem richtigen Fingerspitzengefühl passiert. Wieder miteinander zu reden, sich selbst offen, liebevoll und echt zu äußern und vor allem dem anderen zuzuhören!
Eine angstfreie, zugewandte Basis zu schaffen, schöne Aktivitäten miteinander zu unternehmen, um die Basis wieder zu manifestieren und gemeinsam Ziele zu finden. Aber auch bereit zu sein, etwas zu verändern, wenn sich neue Voraussetzungen ergeben.

Ein Paar genießt den Frühling und liegt in der Wiese, zu sehen sind nur die Füße

Gewinne Sicherheit im Umgang mit dem Konflikt

Wir können selbst oder gemeinsam mit dem Partner unsere Gedanken und Gefühle klären. Zum Beispiel über Rollenspiele, die wir in ein positives Verhalten drehen. Zumindest wäre es wichtig, zunächst eine eigene innere friedliche Haltung zu entwickeln, mit der wir dann auf den Partner zugehen. Empathie und ein liebevoller Umgang steckt an und gibt Wertschätzung.

Frieden beginnt in unserem Kopf

Vielleicht schaffen wir es ja, dem Partner bereits hier zu verzeihen. Oder er uns. Oder wir uns selbst. Wir können für uns selbst und auch gemeinsam mit dem Partner feste Vorsätze schaffen, die schädliches und schmerzvolles Verhalten aus der Vergangenheit aufzugeben.
Am besten üben wir in Gedanken oder im Rollenspiel immer wieder, wie wir lieber hätten reagieren wollen. Damit können wir uns auf Dauer selbst auf unser Wunschverhalten konditionieren. Das hilft zwar nicht für die vergangene Situation, aber dennoch trainiert es unser Gehirn für die Zukunft. Denn dieses Vorgehen hilft uns, in einer späteren Wiederholungssituation genau darauf wieder zurückgreifen zu können.

Wenn alte Wunden die Beziehung bestimmen

Menschen mit größeren Ängsten oder einem geringerem Selbstwert neigen zur Eifersucht und zur emotionalen Instabilität. Beziehungen überleben einen starken Besitzanspruch, aggressives Verhalten, Reizbarkeit und geringe Fertigkeiten zur Konfliktklärung langfristig nicht. Der Partner fühlt sich eingeschränkt, gedemütigt und ergreift lieber die Flucht. Aber auch Kindheitserfahrungen wie beispielsweise eine instabile Elternbeziehung kann zur Trennung führen, da Schmerzthemen auf die Partnerschaft übertragen werden können.

Verbale und/oder körperliche Gewalt

Gibt es in der Partnerschaft tiefgreifende Probleme oder wird ständig unter die Gürtellinie geschossen, wird Kommunikation auf einer friedlichen Ebene schwierig. Hier brauchen wir Mut, um uns Hilfe von Außen zu holen. Ist unser Partner oder sind wir selbst stark impulsiv oder eifersüchtig, sind Substanzen im Spiel oder gar verbale oder körperliche Gewalt, ist professionelle Hilfe unabdingbar.

Frau pustet verträumt in eine Pusteblume

Entscheide dich für dein persönliches Glück

Eine Entscheidung zur Trennung ist nicht immer grundsätzlich falsch. Wenn die Beziehungspartner inkompatibel zueinander sind destruktive Muster nicht verändert werden können oder wollen, dann wird eine Trennung wohl der beste Weg sein. Je bewusster wir in Partnerschaften gehen und unser Verhalten in Krisensituationen reflektieren und bereit sind zu Veränderungen, umso wahrscheinlicher ist unsere Aussicht auf ein langfristiges Glück mit unserem Partner.

Bei kleinen und großen Beziehungsproblemen