Er sagt, er liebt mich, bleibt aber bei seiner Frau. Gibt es trotzdem eine Chance für uns?

Er hat die Affäre beendet und bleibt bei seiner Frau. Kommt er dennoch zurück? Warum er seine Frau nicht verlässt, obwohl er sagt, dass er dich liebt. Warum er sich nicht für dich entscheidet. Und was all das mit dir in der Rolle als Geliebte zu tun hat.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Affären starten oft mit starker Anziehung, intensiven Gefühlen und großer emotionaler Nähe. Diese Intensität bedeutet bei Männern aber nicht automatisch echte Bindung.
  • Echte Bindung entsteht für Männer eher durch gemeinsamen Alltag, Verantwortung, Kümmern und aktiven Einsatz.
  • In Affären geben viele Frauen zu viel Verantwortung ab, analysieren sein Verhalten und stellen ihre eigenen Bedürfnisse hinten an. Dadurch entsteht oft ein Ungleichgewicht: Sie will mehr Nähe und Sicherheit, er bleibt passiv oder zieht sich zurück.
  • Manche Männer beenden die Affäre, bleiben bei ihrer Frau oder treffen trotz Liebesbeteuerungen keine klare Entscheidung.
  • Wer aus einer Affäre eine Beziehung machen will, braucht klare Gespräche über Gefühle, Erwartungen und Zukunft. Wichtig sind außerdem Zeit, echtes Engagement, Beziehungsfähigkeit und ein klares Bewusstsein für den eigenen Wert.

Du willst diesen Blogpost anhören? Gesprochen von Silke Setzkorn


Affäre mit verheiratetem Mann: Warum manche Frauen zur Beziehung werden – und andere nur warten

„Sex ohne Verantwortung – er hat dich doch nur ausgenutzt!“ oder: „Der holt sich bei mir nur, was er zu Hause nicht bekommt!“

Im Netz liest man solche Aussagen überall und ich kann den Frust dahinter gut verstehen. Viele Frauen sind enttäuscht, wenn sie merken, dass aus einer Affäre am Ende doch keine Beziehung geworden ist.

Aber stopp: Es läuft nicht immer so.

Nach vielen Jahren als Beraterin habe ich mir natürlich die Frage gestellt: Warum schaffen es manche Frauen, dass aus einer Affäre eine echte Beziehung entsteht, während andere sich nur im Kreis drehen, ohne je in eine feste Beziehung oder überhaupt in die engere Wahl zu kommen?

Meiner Erfahrung nach gibt es in Affären zwei Arten von Frauen. Der entscheidende Unterschied liegt oft darin, ob eine Frau sich in der Affäre selbst verliert oder ob sie bei sich bleibt und konsequent ihren eigenen Weg geht.

Ich zeige dir, welches Verhalten in dieser Situation oft den entscheidenden Unterschied macht und was du tun kannst, damit du nicht ewig in der Warteschleife hängen bleibst.

Denn während manche Frauen es schaffen, aus einer Affäre eine feste Beziehung zu entwickeln, warten andere jahrelang und gehen am Ende leer aus.

Affäre mit einem fremdverliebten Mann: Der typische Verlauf

Warum verlaufen Affären so oft nach demselben Muster? Und wie könnte es stattdessen anders laufen? Vor allem: Was braucht es, damit aus einer Affäre tatsächlich eine echte Beziehung entstehen kann?

In meinen Gesprächen zeigt sich immer wieder, dass viele Frauen in Affären zu viel Verantwortung für sich selbst aus der Hand geben.

Am Anfang einer leidenschaftlichen Affäre erleben oft sowohl die Frau als auch der Mann einen regelrechten Hormonrausch. Die starke gegenseitige Anziehung sorgt dafür, dass sehr schnell eine tiefe emotionale Bindung entsteht.

In dieser Phase fallen dann häufig Sätze wie: „Du bist meine Seelenverwandte“, weil beide das Gefühl haben, etwas ganz Besonderes miteinander zu erleben.

In meinen 15 Jahren als Beraterin habe ich diesen Satz schon unzählige Male von Männern über ihre Affäre gehört – und genauso auch umgekehrt.

Für viele Männer fühlt sich Sex in Affären und Seitensprüngen besonders intensiv und erfüllend an

Die emotionale Nähe zwischen den beiden scheint in solchen Momenten ihren Höhepunkt zu erreichen. Sie genießen ihre tiefe Verbundenheit und erleben sich wie Vertraute in einer eigenen Welt – körperlich und emotional ganz nah.

Alles andere – seine Ehe, seine Familie, sein sonstiges Leben – rückt in diesen Augenblicken scheinbar in den Hintergrund. Entscheidend sind dann vor allem die starken Gefühle und die besondere Verbindung, die beide miteinander erleben.

Nicht selten entwickelt die Frau gerade dadurch immer tiefere Gefühle für den Mann.

Doch bei Männern ist die innere Dynamik oft eine andere.

In Affären fehlt Männern oft die Grundlage für echte Bindung

Wirkliche Bindung entsteht bei Männern häufig erst im gemeinsamen Alltag. Viele berichten mir, dass sich tiefe Verbundenheit für sie vor allem durch konkrete Erfahrungen entwickelt:

  • wenn sie sich um die Frau an ihrer Seite kümmern
  • wenn sie gemeinsam mit ihr den Alltag bewältigen
  • wenn sie das Gefühl haben, gebraucht zu werden
  • wenn sie sich aktiv für ihre Bedürfnisse einsetzen können

Ein Mann, der liebt, möchte für die Frau in seinem Leben da sein – emotional und körperlich. Genau darin erlebt er oft Erfüllung, Nähe und echte Zufriedenheit.

In einer Affäre bleibt genau das jedoch meist aus. Dort muss er all diese Verantwortung nicht übernehmen. Stattdessen bleibt er eher in einer zurückgelehnten Haltung – und genau dadurch fehlen oft die Erfahrungen, aus denen bei ihm normalerweise echte Bindung wächst.

Mann hält sich erschrocken beide Hände vor den Mund

Warum trennt sich ein gebundener Mann nicht von seiner Frau?

Im Laufe einer Affäre entfremden sich viele Männer innerlich von der Geliebten. Sie beginnen, sich selbst, ihre Gefühle und auch die Bedeutung der Affäre zu hinterfragen. Dabei taucht oft die Frage auf, ob die Geliebte überhaupt das Potenzial für eine echte, langfristige Beziehung hat.

Zur gleichen Zeit versucht die Geliebte, sein zunehmend passives Verhalten zu verstehen. Liegt es am beruflichen Stress? Gibt es Schwierigkeiten in seiner Ehe? Denkt er über eine Trennung nach – oder wird ihm die Affäre langsam zu belastend?

Die Veränderung in seinem Verhalten verunsichert sie. Und aus genau dieser Verunsicherung heraus beginnt sie oft, sich noch intensiver um sein emotionales Befinden zu kümmern.

Geliebte machen in Affären häufig einen folgenschweren Fehler

Sie versucht mit aller Kraft, seine anfängliche Aufmerksamkeit und Zuwendung wiederherzustellen. Sie will Sicherheit darüber gewinnen, dass er sie noch liebt, sie noch begehrt und sich letztlich für sie entscheidet.

Doch dabei übersieht sie, dass sie sich genau dadurch immer weiter von dem entfernt, was sie eigentlich erreichen möchte.

Männer entwickeln in Affären oft nicht dieselbe intensive emotionale Bindung wie Frauen

Oft nehmen sie eher eine passive Haltung ein und beobachten, wie die Geliebte die Dynamik der Affäre gestaltet. Ihr Wunsch nach emotionaler Nähe und Verbindlichkeit ist dabei meist deutlich stärker ausgeprägt als seiner, und entsprechend verbindet er mit der Affäre oft nicht dieselben inneren Bedeutungen wie sie.

So entsteht in vielen Affären ein spürbares Ungleichgewicht: Während die Geliebte immer mehr in die Bindung investiert und ihr Verlangen nach ihm weiter zunimmt, bleibt er emotional häufig auf demselben Stand.

Mit der Zeit erkennt er, dass er einen gewissen Einfluss auf ihre Gefühlswelt hat. Ihm wird bewusst, dass sein Verhalten und seine Entscheidungen rund um die Affäre ihr emotionales Wohlbefinden stark beeinflussen.

Der verheiratete Mann zieht sich in der Affäre zunehmend zurück

Immer mehr beginnt er, die Bedingungen der Affäre nach seinen Vorstellungen festzulegen. Die Geliebte richtet sich danach – und gerät dadurch oft immer tiefer in ihren eigenen inneren Schmerz. Sie übergeht ihre eigenen Bedürfnisse und stellt sie hinten an. Genau darin liegt ein entscheidender Fehler.

Vielleicht wartet sie auf seine Nachrichten. Vielleicht hält sie sich Termine frei, falls er Zeit hat. Vielleicht sagt sie sich immer wieder: „Ich darf keinen Druck machen, sonst verliere ich ihn.“

Sie entschuldigt seine Rückzüge, versteht seine Überforderung, nimmt Rücksicht auf seine Ehe, seine Kinder, seine Ängste und seine Schuldgefühle. Nur ihre eigenen Bedürfnisse werden immer kleiner.

Genau hier beginnt oft die eigentliche Schieflage: Sie lebt emotional schon wie eine Partnerin, bekommt aber nicht den Platz einer Partnerin.

Er hat die Affäre beendet und ist zu seiner Ehefrau zurückgegangen?

Ein möglicher Grund dafür ist, dass manche Männer trotz ihrer Gefühle für die Geliebte nicht bereit sind, die Konsequenzen und die Verantwortung einer echten Entscheidung zu tragen. Andere wiederum verlieren mit der Zeit den Respekt vor ihr. Es gibt aber auch Männer, die in der Affäre bleiben, ihre Liebe immer wieder beteuern und dennoch keine klare Entscheidung treffen.

Die Geliebte bleibt emotional an ihn gebunden und hofft weiter auf eine gemeinsame Zukunft. Seine Liebesbekundungen nähren diese Hoffnung, und sie klammert sich daran fest – obwohl sie dadurch keinen echten Platz in seinem Leben und keinen wirklichen Status an seiner Seite erhält.

Meint er es ernst – oder hält er dich warm?

An diesem Punkt wird es für viele Frauen besonders quälend. Denn er sagt vielleicht immer wieder, dass er dich liebt. Vielleicht sagt er auch, dass seine Ehe längst vorbei ist, dass er nur noch wegen der Kinder bleibt oder dass seine Frau eine Trennung im Moment nicht verkraften würde.

Und natürlich kann all das stimmen.

Trotzdem bleibt die entscheidende Frage: Entsteht daraus Bewegung – oder bleibst du in seiner Warteschleife hängen?

Denn Liebe zeigt sich in einer Affäre nicht nur an schönen Worten, langen Gesprächen oder intensiven Momenten. Liebe zeigt sich irgendwann auch daran, ob ein Mann bereit ist, Konsequenzen zu tragen.

Typische Warnsignale sind zum Beispiel:

  • Er spricht viel über Trennung, aber es passiert nichts Konkretes.
  • Er setzt immer neue Zeitfenster: nach dem Urlaub, nach dem Geburtstag, nach Weihnachten, wenn die Kinder größer sind.
  • Treffen finden fast nur dann statt, wenn es in seinen Alltag passt.
  • Er fährt weiter mit seiner Frau in den Urlaub, lebt nach außen seine Ehe und hält dich gleichzeitig emotional nah.
  • Er sagt, seine Frau wisse längst Bescheid oder ahne etwas, aber ein echtes Gespräch findet trotzdem nicht statt.
  • Er beruhigt dich mit Sätzen wie: „Du musst mir nur noch etwas Zeit geben“, ohne dass klar ist, was in dieser Zeit wirklich passieren soll.
  • Er reagiert gereizt, wenn du nach Verbindlichkeit fragst, obwohl du schon lange wartest.

Das bedeutet nicht automatisch, dass er dich bewusst täuscht. Viele Männer sind in dieser Situation selbst überfordert. Sie wollen die Geliebte nicht verlieren, haben aber gleichzeitig Angst vor dem, was eine Trennung auslösen würde.

Für dich macht das den Schmerz jedoch nicht kleiner.

Denn am Ende zählt nicht nur, was er fühlt. Es zählt, ob seine Gefühle stark genug sind, um daraus echte Schritte entstehen zu lassen.

Worte oder echte Schritte? Die Entscheidungs-Ampel für deine Affäre

Wenn du wissen willst, ob es zwischen euch wirklich eine Chance gibt, achte weniger auf seine Liebesschwüre und mehr auf sein Verhalten.

Rot: Er sagt viel, aber es gibt keine sichtbaren Schritte

Rot ist es, wenn er dir immer wieder seine Liebe beteuert, aber in seinem Leben alles bleibt, wie es ist.

Er bleibt zu Hause, vermeidet klare Gespräche, macht keine konkreten Pläne und hält dich mit Hoffnung bei sich. Vielleicht sagt er sogar, dass er sich irgendwann trennen will. Doch dieses „irgendwann“ wird nie greifbar.

Dann bist du emotional gebunden, hast aber keinen echten Platz an seiner Seite.

Gelb: Er spricht über Trennung, bleibt aber abhängig von Umständen

Gelb ist es, wenn er grundsätzlich über Trennung spricht, aber noch sehr stark von äußeren Umständen abhängig bleibt.

Dann hörst du vielleicht Sätze wie:

  • „Wenn die Kinder etwas älter sind.“
  • „Wenn meine Frau stabiler ist.“
  • „Wenn bei uns finanziell mehr Klarheit herrscht.“
  • „Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist.“
  • „Nach dem Urlaub reden wir weiter.“

Das kann ehrlich gemeint sein. Es kann aber auch dazu führen, dass du Monat für Monat wartest, ohne dass sich wirklich etwas verändert.

Gelb bedeutet: Es gibt vielleicht eine innere Bewegung, aber noch keine belastbare Entscheidung.

Grün: Er handelt konkret und übernimmt Verantwortung

Grün wird es erst, wenn aus seinen Worten echte Schritte entstehen.

Zum Beispiel:

  • Er führt ein klares Gespräch mit seiner Frau.
  • Er klärt Wohnsituation, Finanzen oder organisatorische Fragen.
  • Er spricht nicht nur über Trennung, sondern bereitet sie konkret vor.
  • Er nennt keinen schwammigen Wunsch, sondern einen nachvollziehbaren Zeitplan.
  • Er übernimmt Verantwortung für die Konsequenzen, statt dich emotional damit allein zu lassen.
  • Er schützt dich nicht nur heimlich als Geliebte, sondern beginnt, dir einen echten Platz in seinem Leben zu geben.

Grün heißt nicht, dass ab morgen alles leicht wird. Aber es heißt: Er handelt.

Und genau darin liegt der Unterschied zwischen Hoffnung und echter Entwicklung.

Warum seine Ehe mehr ist als „nur seine Frau“

Viele Frauen unterschätzen anfangs, was an einer langen Ehe wirklich hängt. Sie denken: Wenn er mich liebt und seine Ehe unglücklich ist, müsste die Entscheidung doch eigentlich klar sein.

Emotional klingt das logisch. Praktisch ist es oft viel komplizierter. Denn ein verheirateter Mann verlässt nicht nur eine Frau. Er verlässt ein vertrautes Lebenssystem.

Dazu können gehören:

  • gemeinsame Kinder
  • ein Haus oder eine Wohnung
  • finanzielle Verpflichtungen
  • gemeinsame Freunde
  • Familie und Schwiegerfamilie
  • ein gewachsenes Alltagsleben
  • Schuldgefühle
  • Angst vor Gesichtsverlust
  • die Sorge, als schlechter Vater oder egoistischer Mann dazustehen

Selbst wenn seine Gefühle für dich echt sind, bedeutet eine Trennung für ihn oft nicht nur Liebe, sondern auch Chaos, Verlust, Konflikt und Verantwortung.

Das soll sein Verhalten nicht entschuldigen. Aber es erklärt, warum manche Männer lange innerlich festhängen.

Für dich ist wichtig: Eine mögliche Beziehung mit ihm beginnt nicht unbelastet auf einer weißen Leinwand. Wenn er sich trennt, bringt er seine Geschichte, seine Kinder, seine Schuldgefühle, seine organisatorischen Baustellen und oft auch seine Trauer mit.

Darum reicht es nicht, dass er dich liebt. Er muss auch bereit sein, dieses ganze System ehrlich zu sortieren.

Schönes verliebtes Paar küsst sich, isoliert auf weißem Hintergrund

Wie lange solltest du auf einen verheirateten Mann warten?

Darauf gibt es keine starre Regel. Eine Affäre ist keine Excel-Tabelle, in der man nach drei Monaten automatisch eine Entscheidung abhaken kann.

Trotzdem ist die Dauer ein wichtiges Warnsignal.

Wenn über viele Monate oder sogar Jahre immer wieder dieselben Gespräche geführt werden, ohne dass sich etwas verändert, entsteht oft eine gefährliche Warteschleife. Du hoffst weiter, richtest dein Leben nach ihm aus und wartest auf einen Schritt, den nur er gehen kann.

Besonders kritisch wird es, wenn du merkst:

  • Du verschiebst eigene Entscheidungen, weil du auf seine wartest.
  • Du hältst dich emotional frei, obwohl er gebunden bleibt.
  • Du akzeptierst immer neue Fristen.
  • Du traust dich kaum noch, klare Fragen zu stellen.
  • Du lebst mehr in Hoffnung als in Wirklichkeit.
  • Du hast Angst, dass er geht, wenn du deine Bedürfnisse aussprichst.

Natürlich kann eine Trennung aus einer langen Ehe Zeit brauchen. Aber Zeit allein ist noch kein Zeichen für Entwicklung.

Entscheidend ist, ob innerhalb dieser Zeit etwas passiert.

Wenn er nach Monaten noch immer dieselben Sätze sagt, aber keine konkreten Schritte geht, solltest du sehr ehrlich prüfen, ob du auf eine gemeinsame Zukunft wartest – oder ob du längst in einer emotionalen Abhängigkeit festhängst.

Denn die Frage ist nicht nur: „Liebt er mich?“

Die wichtigere Frage ist: „Was macht dieses Warten mit mir?“

Was du jetzt konkret für dich tun kannst

Wenn du spürst, dass du dich in dieser Affäre immer mehr verlierst, brauchst du nicht noch mehr Analyse über ihn. Dann brauchst du wieder Kontakt zu dir selbst.

Ein paar erste Schritte können sein:

  • Schreib auf, was du dir wirklich wünschst – nicht, was unter seinen Umständen gerade möglich ist.
  • Notiere, welche Versprechen er gemacht hat und welche davon tatsächlich umgesetzt wurden.
  • Beobachte, ob du dich nach Kontakt mit ihm ruhiger oder unruhiger fühlst.
  • Setze eine innere Grenze: Wie lange willst du noch warten, wenn sich nichts verändert?
  • Sprich mit einer neutralen Person, die dich nicht verurteilt und dich nicht einfach nur in eine Richtung drängt.
  • Schaffe bewusst Abstand, wenn du merkst, dass du dich nur noch nach seinen Nachrichten, Stimmungen oder Entscheidungen richtest.
  • Frage dich ehrlich: Lebe ich noch mein Leben – oder warte ich nur noch auf seins?

Grenzen bedeuten nicht, dass du ihn nicht liebst. Grenzen bedeuten, dass du dich selbst nicht verlierst.

Manchmal braucht es dafür kein großes Drama, sondern eine klare innere Haltung: Ich bin bereit, über eine gemeinsame Zukunft zu sprechen. Aber ich bin nicht bereit, dauerhaft die Frau ohne Platz, ohne Sicherheit und ohne Verbindlichkeit zu bleiben.

Das machen Frauen anders, die es von der Affäre in die Beziehung schaffen

  • Echte Gefühle: Frauen mit gesundem Selbstwert lassen eine Affäre in der Regel nicht über längere Zeit laufen – wenn sie sich überhaupt darauf einlassen. Sie kennen ihren Wert, ziehen früh klare Grenzen und beobachten genau, ob der Mann echte Gefühle entwickelt und tatsächlich bereit ist, den Schritt in eine Beziehung zu gehen. Dafür braucht es offene Gespräche über Gefühle und darüber, wie eine gemeinsame Zukunft aussehen könnte.
  • Ehrliche Kommunikation: Für diese Frauen ist ehrliche und direkte Kommunikation unverzichtbar. Wenn beide mehr wollen als eine Affäre, müssen Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen klar ausgesprochen werden. Nur so kann sichtbar werden, ob beide wirklich dasselbe wollen.
  • Zeit und Engagement: Der Weg von einer Affäre in eine feste Beziehung braucht mehr als schöne Worte. Er verlangt Zeit, Verlässlichkeit und echtes Engagement. Eine Frau, die ihren Wert kennt, achtet sehr genau darauf, ob der Mann bereit ist, dies auch durch sein Verhalten zu zeigen. Denn nur wenn beide emotional und praktisch investieren, kann daraus etwas Tragfähiges entstehen.
  • Beziehungsfähigkeit: Am Ende kommt es auch darauf an, ob beide überhaupt bereit für eine echte Beziehung sind. Dazu gehört die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, Herausforderungen gemeinsam zu tragen und sich auf Verbindlichkeit einzulassen.
Glückliche Frau mittleren Alters, die im Zug aus dem Fenster schaut

Fazit: Frauen, die es von der Affäre in eine Beziehung schaffen, haben vor allem eines verinnerlicht

Sie bleiben unabhängig und stehen fest in ihrem eigenen Leben. Sie wissen genau, was sie wollen – nämlich eine verbindliche, dauerhafte Beziehung – und richten ihr Verhalten konsequent danach aus. Alles, was diesem Wunsch nicht entspricht, kommt für sie langfristig nicht infrage.

Den kurzfristigen Reiz einer Affäre können sie durchaus genießen, doch sie verwechseln ihn nicht mit echter Verbindlichkeit. Wenn ein Mann ihr Interesse wirklich vertiefen und sie für sich gewinnen möchte, muss er bereit sein, ernsthaft zu investieren. Mit halben Sachen geben sie sich nicht zufrieden, weil sie wissen, dass sie mehr wert sind.

Sie hören also nicht nur auf seine Worte. Sie schauen auf seine Schritte.

Und genau dort wird meistens sichtbar, ob aus der Affäre eine Beziehung werden kann – oder ob sie nur in einer Hoffnung festhängt, die ihr am Ende mehr nimmt, als sie ihr gibt.

FAQ

FAQ: Warum aus manchen Affären eine Beziehung wird – und andere Frauen nur hingehalten werden

Ein möglicher Grund ist, dass er trotz seiner Gefühle nicht bereit ist, die Konsequenzen und die Verantwortung einer klaren Entscheidung zu tragen. Manche Männer beteuern ihre Liebe in der Affäre, treffen aber trotzdem keine echte Wahl. So bleibt die Hoffnung bestehen, ohne dass daraus ein fester Platz in seinem Leben wird.

Am Anfang erleben beide oft einen starken Hormonrausch und eine intensive emotionale Nähe. Das kann sich sehr besonders und tief anfühlen. Bei Männern entsteht echte Bindung laut dem Text aber oft erst im gemeinsamen Alltag: wenn sie Verantwortung übernehmen, sich kümmern und Beziehung praktisch leben. Genau das fehlt in einer Affäre meist.

Mit der Zeit beginnen viele Männer, ihre Gefühle und die Bedeutung der Affäre zu hinterfragen. Sie prüfen innerlich, ob die Geliebte überhaupt Potenzial für eine langfristige Beziehung hat. Gleichzeitig bleibt ihr Verhalten oft passiv, während die Frau stärker in die Bindung investiert. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht, und der Mann legt die Bedingungen der Affäre zunehmend nach seinen Vorstellungen fest.

Viele versuchen, seine frühere Nähe, Aufmerksamkeit und Zuwendung mit aller Kraft zurückzuholen. Dabei kümmern sie sich immer stärker um sein emotionales Befinden und stellen ihre eigenen Bedürfnisse hinten an. Genau dadurch verlieren sie sich oft selbst und entfernen sich von dem, was sie eigentlich wollen: Klarheit, Verbindlichkeit und einen echten Platz in seinem Leben.

Sie kennen ihren Wert, ziehen früh klare Grenzen und lassen eine Affäre nicht endlos laufen. Sie sprechen offen über Gefühle, Erwartungen und Zukunftsvorstellungen. Außerdem achten sie nicht nur auf Worte, sondern auf Zeit, Verlässlichkeit und echtes Engagement. Entscheidend ist auch, ob beide überhaupt beziehungsfähig sind und Verantwortung für eine verbindliche Beziehung übernehmen können.

Silke Setzkorn, Portätfoto, sie schaut direkt in die Kamera

Du hast dich fremdverliebt, er wollte sich eigentlich trennen, hat aber immer wieder einen Rückzieher gemacht.

Im Moment herrscht Stillstand, und er sagt, dass er bei seiner Frau bleibt. Gleichzeitig spürst du, wie sehr ihn diese Entscheidung belastet.

Die entscheidende Frage ist: War es das wirklich — oder steckt ihr gerade nur in einer Phase fest, in der er selbst nicht weiß, wie es weitergehen soll?

Wenn du noch nicht bereit bist, eure Geschichte aufzugeben, kann ich dir aus meiner über 15-jährigen Erfahrung klar sagen, ob es noch eine echte Chance gibt — und was jetzt passieren muss, damit überhaupt wieder Bewegung in die Situation kommt.

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Nach unserem Gespräch weißt du nicht nur, ob es Sinn macht, an eurer Geschichte festzuhalten. Du weißt auch, welche nächsten Schritte jetzt wirklich sinnvoll sind, damit du nicht länger in Unklarheit und Warten festhängst. Wie du dabei fair, verantwortungsvoll und mit Empathie vorgehst.

Weitere Impulse rund um Affären erhältst du regelmäßig in meinem Newsletter.

Herzlich
Silke Setzkorn

Portrait von Silke Setzkorn

Über die Autorin

Silke Setzkorn ist systemisch-psychologische Beraterin und seit über 15 Jahren auf Affärenberatung für verheiratete Männer spezialisiert. Über 40.000 Gespräche, Autorin von 3 Büchern, u. a. „So lieben Männer in Affären“ und Host des Podcasts „Affären-Kompass®“. Sie schreibt über Entscheidungen und Dynamiken in Affären.

Okay, ja, du könntest natürlich auch einfach weitermachen wie immer…

Wenn du, statt weiter zu grübeln, doch lieber einen Termin mit mir ausmachen möchtest, dann ist dein Beratungs-Termin nur einen Klick entfernt: Klick hier

Ich freue mich, dich im 1:1 zu begleiten und bin gespannt, dich kennenzulernen!


Aus diesen Gründen entscheiden sich verheiratete Männer, ihre Ehe für eine Affäre zu beenden:

aktualisiert am 17.06.2026