Paar streitet auf der Couch

Du willst dich von deiner toxischen Beziehung trennen? Achte auf diese Fallen!

Es ist völlig verständlich, wenn du dich erschöpft fühlst. Toxische Beziehungen rauben Kraft – und niemand bleibt darin auf Dauer stabil.

Das Tückische: Sie beginnen oft wie im Bilderbuch: Nähe, Aufregung, große Gefühle. Die ersten kleinen Warnzeichen? Übersehen wir gern. Weil das Schöne überwiegt. Doch mit der Zeit zeigen sich Muster, die immer schwerer zu ignorieren sind.


Du willst diesen Blogpost anhören? Gesprochen von Silke Setzkorn


Vielleicht spürst du schon seit Längerem: So, wie es gerade läuft, tut dir diese Beziehung nicht gut. Du hast dich informiert, dich wiedererkannt – und dir eingestanden, dass du in einer toxischen Beziehung steckst.

Jetzt denkst du über eine Trennung nach. Und mit diesem Gedanken kommt auch die Angst: Wie wird er reagieren?

Ein Teil von dir ahnt es längst – dass das kein ruhiges Gespräch wird. Dass er nicht einfach loslässt. Nicht wohlwollend. Nicht verständnisvoll.

Warum wir in toxische Beziehungen geraten

Es gibt viele Gründe, warum wir uns auf eine Beziehung einlassen. Manchmal sind wir einfach müde vom Suchen. Wir wollen endlich ankommen – in der Liebe, im Leben. Schließlich wird uns von klein auf vermittelt: Erst wenn die Beziehung passt, sind wir richtig glücklich.

Oft gehen wir dabei unbewusst in Verbindungen – ohne zu merken, worauf wir uns wirklich einlassen. Und genau auf diese Beziehungen bauen wir dann unser Leben. Unsere Zukunft. Unsere Existenz.

Wie verlockend ist es da, wenn jemand von Anfang an Vollgas gibt? Wenn er uns das Gefühl gibt, etwas ganz Besonderes zu sein? Wenn er sagt: „Du bist es für mich“ – direkt, intensiv, ohne Zögern.

Auch wenn wir innerlich spüren: Das ist vielleicht zu schnell. Es zieht uns trotzdem hinein.

Was wir am Anfang oft nicht sehen

In den ersten Jahren einer Beziehung wissen wir meist nur wenig über den inneren Kern des anderen.

Wir fragen selten: Was hat ihn geprägt? Welche Muster aus seiner Kindheit wirken heute noch in ihm? Wir kennen vielleicht grob seine Lebensgeschichte – aber nicht den seelischen Ballast, den er mit sich trägt.

Diese tiefer liegenden Themen zeigen sich oft nicht sofort. Sie kommen erst mit der Zeit ans Licht – bei vielen Frauen ab 30, bei vielen Männern ab 40.

Aber: Wir können lernen, genauer hinzusehen.

Ein glückliches junges Paar macht ein Selfie mit dem Handy und sie straheln in die Kamera

Warum wir oft zu spät erkennen, was uns nicht guttut

Wie die Psyche eines Menschen funktioniert – und woran wir psychische Störungen bei uns selbst oder anderen erkennen können – das lernen wir leider nicht in der Schule.

Also stürzen wir uns kopfüber in Liebesbeziehungen. Folgen unserem Gefühl. Und wenn alles gut geht, ist das wundervoll.

Aber wenn nicht?

Wenn sich der andere als toxisch entpuppt? Dann sitzen wir fest – emotional oder auch finanziell. Vielleicht stecken wir in einer Co-Abhängigkeit. Oder wir glauben, dass wir eine Trennung den Kindern – oder uns selbst – nicht zumuten können.

Dann sind wir längst im Netz der Spinne gefangen.

Anhand von Brittas Geschichte – sie ist natürlich eine fiktive Figur – zeige ich dir, wie solche Beziehungen oft verlaufen. Und vor allem: Welche Erkenntnisse dir helfen, dich zu lösen.

Ich erkläre dir Schritt für Schritt, worauf du achten solltest, wenn du dich aus einer toxischen Beziehung befreien willst – und was dir dabei wirklich hilft.

Mann und Frau in der Natur, sie küssen sich und halten sich dabei an den Händen.

Britta und Jan wie alles begann

Britta lernte Jan über eine Dating-Plattform kennen.

Was sie beeindruckte: Sein Tempo. Schon einen Tag nach dem ersten Treffen schickte er ihr einen Screenshot – er hatte sein Profil gelöscht. In der zweiten Woche drückte er ihr seinen Wohnungsschlüssel in die Hand.

Er sagte, er vertraue ihr völlig.

Er stellte sie seiner Familie und seinen Freunden vor, nannte sie „meine zukünftige Frau“. Und zum zweimonatigen Jubiläum schenkte er ihr Venedig-Reiseunterlagen im Briefumschlag, einfach so.

Britta fühlte sich geschmeichelt. Und gleichzeitig überfordert.

Sie erlebte mit ihm intensive, schöne Momente. Aber sie spürte auch früh: Jan hatte extreme Stimmungsschwankungen.

Mal war er auf Wolke sieben und im nächsten Moment voller Wut. Er warf ihr vor, sie hätte eine Affäre mit dem Nachbarn. Unterstellte ihr, sie würde nur mit ihm spielen.

Doch kurz darauf kam wieder die Kehrtwende: liebevolle Worte, Nähe, Versöhnung.

Ein ständiges Auf und Ab – und Britta mittendrin.

Jan zeigte bereits hier extreme Stimmungsschwankungen

Sie erlebte mit ihm intensive, schöne Momente. Aber sie spürte auch früh: Jan hatte extreme Stimmungsschwankungen.

Mal war er auf Wolke sieben – und im nächsten Moment voller Wut. Er warf ihr vor, sie hätte eine Affäre mit dem Nachbarn. Unterstellte ihr, sie würde nur mit ihm spielen.

Doch kurz darauf kam wieder die Kehrtwende: liebevolle Worte, Nähe, Versöhnung.

Ein ständiges Auf und Ab – und Britta mittendrin.

Besorgtes Paar unterhält sich zu Hause im Wohnzimmer.

Plötzlich fand Jan ständig etwas an Britta auszusetzen

Vor allem ihr Aussehen – und wie sie sich bewegte.

„Du bist viel zu aufreizend angezogen! Das machst du doch nur für deinen Arbeitskollegen!“ schrie er sie an.

Wenig später nahm er sie in den Arm, flüsterte: „So hab ich das nicht gemeint.“

Am nächsten Tag dann: neue Vorwürfe. Sie sei zu stark geschminkt. Und was das im Fitnessstudio solle – ob sie sich etwa mit dem Trainer vergnüge?

Seine Anschuldigungen wurden immer wilder und immer verletzender. Jan versuchte, Britta gezielt zu verunsichern. Er drehte Dinge um, stellte sie in Frage, bis sie selbst nicht mehr wusste, was eigentlich stimmte.

Jan versuchte gezielt, sie zu verunsichern und extrem zu manipulieren – ein Verhalten, das als “Gaslighting” bekannt ist.

Dieses Muster hat einen Namen: Gaslighting. Der toxische Partner manipuliert so geschickt, dass das Gegenüber an sich selbst zu zweifeln beginnt – an den eigenen Erinnerungen, Wahrnehmungen, dem eigenen Verstand.

Traurige junge Frau misst Taille nach Gewichtszunahme, die zu Hause vor einem Spiegel steht

Alles war plötzlich ihre Schuld

Mit der Zeit wurde Britta für alles verantwortlich gemacht. Jans schlechte Laune? Ihre Schuld. Sein verletzendes Verhalten? Auch ihre Schuld – er behauptete, sie hätte ihn dazu gebracht.

Und irgendwann begann er, Grenzen zu überschreiten. Er schubste sie im Streit. Erst nur leicht. Dann heftiger.

Bis es zur ersten Ohrfeige kam.

Danach brach er in Tränen aus. Kam zurück, bat flehend um Vergebung. Sagte, es täte ihm unendlich leid. Versprach, dass so etwas nie wieder vorkommen würde.

Britta wollte glauben, dass er es ernst meinte.


Du steckst in einer solchen Situation und brauchst einen Profi-Blick von Außen? Klick hier:


Doch es blieb nicht bei dieser einen Ohrfeige

Was mit einem Schlag begann, eskalierte mit der Zeit zu brutaler Gewalt. Jan schlug Britta – mit voller Wucht. Hinterließ blaue Flecken, weiche Stellen, Angst.

Danach schämte er sich, zog sich zurück, blieb tagelang weg. Und kam dann wieder. Mit entschuldigenden Worten, mit Versprechen, mit Tränen.

Aus Angst, Britta könnte ihn verlassen, wurde er zunehmend kontrollierend.

Er wollte genau wissen, mit wem sie sprach, wo sie war, was sie tat. Er isolierte sie gezielt von ihrem Umfeld. Hatte nie Interesse gezeigt, ihre Freunde kennenzulernen – und machte schnell klar: Die taugen nichts. Die brauchst du nicht.

Jan überschritt immer mehr Grenzen.

Wenn Britta ihn auf sein Verhalten ansprach, verwies er auf seine schlimme Kindheit. Sagte, er könne nichts dafür. Und doch – am Ende war immer sie die Schuldige. Ein endloser Kreislauf aus Vorwürfen, Schuld und Gewalt.

Und Britta?

Blieb.

Sie hoffte. Auf Veränderung. Auf Besserung. Auf die wenigen guten Momente – die es noch gab, aber immer seltener wurden. Und sie spürte längst: Sie war abhängig geworden.

Nicht nur emotional, sondern tief im Inneren. Das ständige Auf und Ab zermürbte sie und machte sie gleichzeitig süchtig nach ihm.

Von ihren Freunden war sie inzwischen völlig abgeschnitten. Sie schämte sich, hatte Angst, was sie sagen würden. Fürchtete die Konfrontation und dass sie ihr dringend raten würden zu gehen.

Aber dazu fühlte sie sich längst nicht mehr in der Lage.

Ein Mann, der versucht, seine auf dem Bett liegende, weindende Partnerin zu beruhigen

Was ist eine toxische Beziehung?

Toxische Beziehungen basieren nicht auf Vertrauen und Stabilität – sondern auf einem fragilen Kartenhaus. Ein falscher Zug und alles wankt.

Der emotionale Schmerz, der daraus entsteht, ist tief und zermürbend. Oft merken wir: Wir leiden, wir weinen – wegen Situationen, die objektiv betrachtet völlig absurd wirken. Und doch reißen sie uns innerlich immer wieder mit.

Toxische Dynamiken entstehen meist durch bestimmte Persönlichkeitsmerkmale des einen Partners – besonders durch seine destruktiven Anteile.

Menschen mit solchen Mustern zeigen oft antisoziales Verhalten: Sie verfolgen vor allem ihre eigenen Ziele, manipulieren, kontrollieren – und wissen genau, wie sie andere lenken müssen, um das zu bekommen, was sie wollen.

Lügen sind dabei ein zentrales Werkzeug. Sie helfen ihnen, der Realität zu entkommen – sie verdrehen Fakten, täuschen, um Macht zu sichern.

Für den anderen bedeutet das: noch mehr Schmerz, noch mehr Unsicherheit, noch mehr Misstrauen.

Und auch wenn wir merken, dass etwas nicht stimmt – wir zögern, es anzusprechen. Aus Angst. Vor der nächsten Eskalation. Vor Schweigen. Vor Schuldumkehr.

Doch genau dieses Zögern – dieses Nicht-Handeln – zerstört langsam alles, was in der Beziehung einmal gut war.

Frau zerreißt Foto von ihr und ihrem Patrner mit beiden Händen

Was bedeutet “toxische Beziehung”?

„Toxisch“ bedeutet: schädlich, vergiftend. Wenn wir von einer toxischen Beziehung sprechen, geht es also um eine Verbindung, in der eine oder beide Personen Verhaltensmuster zeigen, die der Beziehung – und vor allem dem Gegenüber – ernsthaft schaden.

Auch wenn der Begriff kein fest definierter Fachbegriff ist, beschreibt er meist eine Form psychischer oder emotionaler Gewalt. Eine Person versucht, dauerhaft Kontrolle und Macht über die andere zu gewinnen – durch Abwertung, Manipulation, Einschüchterung.

Anders als bei körperlicher Gewalt bleiben viele dieser Übergriffe unsichtbar. Sie hinterlassen keine blauen Flecken – aber sie zerstören das Selbstwertgefühl. Langsam und oft so subtil, dass Betroffene lange nicht merken, was wirklich geschieht.

Dabei gilt: Psychische Gewalt ist genauso verletzend wie körperliche. Und genauso wenig hinnehmbar.

Welche Dynamiken sind typisch für toxische Beziehungen?

Typisch für eine toxische Beziehung sind bestimmte Verhaltensmuster – vor allem, wenn sie wiederholt auftreten und gezielt eingesetzt werden, um Macht auszuüben:

  • Andere kleinmachen – besonders im Beisein von Familie oder Freunden
  • Kontakte gezielt einschränken oder unterbinden
  • Einschüchtern, drohen, kontrollieren – ob in der Freizeit oder im Job
  • Manipulieren, verdrehen, die eigene Wahrnehmung in Frage stellen
  • Beleidigen, herabwürdigen, demütigen

Solche Dynamiken sind niemals harmlos. Sie hinterlassen Spuren und sie untergraben langfristig das Selbstwertgefühl.

Junge Frau sitzt eingemummelt am Strand und schaut in Gedanken versunken aufs Meer

Anzeichen für toxische Beziehungsmuster – wie du psychische Gewalt erkennst

Vielleicht spürst du: Irgendetwas stimmt in deiner Beziehung nicht. Du fühlst dich emotional ausgelaugt, verletzt – vielleicht sogar manipuliert.

Am Anfang wirkte dein Partner wie ein Volltreffer. Alles schien perfekt. Doch mit der Zeit zeigt sich ein anderes Bild. Sein wahres Verhalten wird sichtbar – schleichend, aber deutlich.

Typisches Verhalten: So erkennst du einen toxischen Partner

  • Er kritisiert dich ständig – nichts scheint gut genug zu sein
  • Seine Blicke sind abwertend, seine Haltung oft spöttisch
  • Bei wichtigen Entscheidungen – Job, Geld, große Anschaffungen – übergeht er dich oder setzt sich durch
  • Er kontrolliert, was du isst, wie du dein Geld ausgibst, wie du aussiehst – und bewertet es
  • Vor anderen Menschen macht er dich klein: mit abfälligen Kommentaren, Spott oder Beschämung
  • Er verhindert, dass du Zeit mit deiner Familie oder deinen Freunden verbringst
  • Er ist extrem eifersüchtig – besonders auf Männer, mit denen du regelmäßig Kontakt hast
  • Er blockiert deine persönliche Entwicklung, redet dir deine Ziele aus oder macht sie lächerlich
  • Er setzt dich unter Druck – zum Beispiel beim Thema Sex, Alkohol oder anderen Substanzen
  • Er droht: dir, deinen Haustieren oder deiner Familie
  • Er zerstört Dinge, die dir gehören – aus Wut oder als Strafe

Toxisches Verhalten hat oft eine Geschichte

Was viele nicht wissen: Toxische Muster entstehen selten aus dem Nichts. Sie werden meist früh im Leben gelernt – durch Nachahmung.

Wir entwickeln unsere Verhaltensweisen nicht im luftleeren Raum, sondern übernehmen viel von dem, was wir bei unseren Eltern oder prägenden Bezugspersonen erlebt haben. Auch Täter waren einmal Kinder – und haben oft selbst erfahren, was sie später weitergeben.

Aber ganz klar: Woher dieses Verhalten auch kommt – es bleibt schädlich. Für den Menschen, der es abbekommt. Für dich.

Du trägst nicht die Verantwortung dafür.
Verantwortlich ist derjenige, der dich mit seinem Verhalten verletzt – und es trotzdem fortsetzt.

Frau hat Panikattacke im Ubahnschacht und hält sich im Trubel der Menschenmenge beide Hände vors Gesicht

Trennung aus einer toxischen Beziehung? Auf diese Fallen musst du gefasst sein

Wenn du über eine Trennung nachdenkst, sei dir eines bewusst: Ein toxischer Partner wird alles daransetzen, dich vom Gehen abzuhalten.

Er braucht dich, um sich selbst zu spüren. Deine Nähe, deine Reaktion, deine Bestätigung – all das ist Teil seines Selbstbilds.

Und genau deshalb wird er zu verschiedenen Manipulationsstrategien greifen. Nicht aus Liebe, sondern aus Angst, die Kontrolle zu verlieren.

Ich habe dir hier die häufigsten Fallen zusammengestellt – damit du sie erkennst, wenn sie dir begegnen.

Leere Versprechungen – erkenne sie als das, was sie sind

Sie werden herzzerreißend sein: Er wird dir das Gefühl vermitteln, dass nun alles gut werden wird. Er wird sich bessern, weil er dich ja so sehr liebt.

  • Du wirst geschlagen? Dann wird er dir versprechen, dass das nie wieder vorkommen wird. Nach deiner Rückkehr wird es aber so weitergehen: Denn ab sofort wirst du daran schuld sein, dass er dich schlägt.
  • Du hast bereits eine neue Wohnung angemietet? Er wird die entstandenen finanziellen Kosten übernehmen wollen, wenn du alles rückgängig macht.
  • Wenn du in der Beziehung zurück bist, wird er sich an seine Versprechen nicht erinnern. Oder er wird dir sagen, dass du die Kosten dafür tragen musst – schließlich hättest du sie ja selbst verschuldet?!
  • Er verspricht, damit aufzuhören, dich zu beleidigen, demütigen, stalken? Dann wirst du ihm ganz bestimmt Gründe liefern (aber nur aus seiner Sicht!), es weiterzumachen.
  • Er wird deinen Geburtstag ab sofort auf dem Zettel haben? Ganz bestimmt nicht! Denn du bist schuld, weil du ihn nicht daran erinnert hast!
  • Die Liste könnte ewig so weitergehen…

Psychische und körperliche Gewalt

Mache dir bewusst, du hast mit deinem Trennungswunsch oder deine Trennung bereits gezeigt, dass die Hürde für dich klein ist, ihn zu verlassen. Seine Angst, dass du ihn (wieder) verlässt, ist groß! Deswegen wird er seinen Druck verstärken: Seine psychische und auch körperliche Gewalt wird über die Zeit immer mehr.

Drohungen

Er wird dir folgende Drohungen aussprechen, solltest du gehen wollen:

  • dir das Gesicht zu zerschneiden
  • deinen Tieren, deiner Familie oder Freunden was anzutun
  • dein Auto zu manipulieren
  • wichtiges Eigentum zu beschädigen
  • deinen Ruf zu schädigen
  • deinen Arbeitgeber anrufen und Schlechtes über dich erzählen
  • dich bis ans Ende deiner Tage zu verfolgen, damit du niemals glücklich werden wirst
  • deiner neuen Beziehung zu schaden
  • Er wird deinen neuen Mietvertrag versuchen abzufangen
  • er wird dir wichtige Gegenstände wegnehmen und dich damit erpressen oder sie kaputthauen

Er betrügt dich

Du hast ihn beim Fremdgehen erwischt? Dann wirst du höchstwahrscheinlich die alleinige Schuld dafür tragen müssen. Er wird dir vorwerfen, dass du nicht oft genug mit ihm geschlafen hast. Oder du hast zugenommen und er findet dich nicht mehr attraktiv genug.

Du bist dir nicht sicher, ob er dich betrügt? Dann lies dazu noch diesen Artikel, um es herauszufinden: Typisches Verhalten fürs Fremdgehen in Beziehungen und Ehen

Wenn du dich zur Trennung entschlossen hast oder noch überlegst: Du kannst jetzt schon wichtige Vorkehrungen treffen.

Sichere dir deine wichtigsten persönlichen Dinge. Packe sie in eine separate Tasche oder bringe sie – wenn möglich – bei Freunden, Eltern oder im Keller unter. Vor allem dann, wenn ihr noch zusammenwohnt.

Wenn er droht – mit Gewalt oder Kontrollverlust –, sprich sofort mit Vertrauenspersonen. Informiere deine Familie, deine Freunde. Und: Zögere nicht, die Polizei einzuschalten. Im akuten Fall können sie dich begleiten, wenn du deine Sachen holst oder ausziehst. Du musst das nicht allein tun.

Dokumentiere sein toxisches Verhalten

Solltest du die Möglichkeit haben, sein Verhalten zu dokumentieren, kann das hilfreich sein. Eine Tonaufnahme mit dem Handy – unauffällig gestartet – kann später ein wichtiger Beleg sein. Aber: Dein Schutz steht immer an erster Stelle. Nur, wenn du dich dabei sicher fühlst.

Wirst du körperlich angegriffen, geh sofort zur Polizei. Lass deine Verletzungen am selben Tag durch einen Amtsarzt dokumentieren.

Wenn Nachbarn etwas mitbekommen haben – bitte sie, als Zeugen auszusagen.

Auch bei Stalking gibt es heute wirksame Schutzmaßnahmen. Habe den Mut, Anzeige zu erstatten.

Viele Täter schrecken zurück, wenn sie merken: Jetzt hat mein Verhalten Konsequenzen. Oft sind die Drohungen nur Mittel zur Einschüchterung. Aber: Verlass dich nicht darauf, dass das bei jedem so ist.

Ob er tatsächlich eine Gefahr für dich ist, kannst du vielleicht auch daran erkennen, wie er mit anderen umgeht. Wird er schnell laut? Greift er andere körperlich an? Beobachte genau – und unterschätze nichts. Wenn du unsicher bist, hol dir unbedingt Unterstützung. Niemand sollte in so einer Situation allein sein.

Auch wenn es keine Garantie gibt, dass eine Trennung reibungslos verläuft – eines ist sicher: In einer toxischen Beziehung zu bleiben, hat oft deutlich schlimmere Folgen.

Toxischer Partner will Therapie machen – was du dabei beachten solltest

Das klingt erst mal gut und kann ein erster Schritt in die richtige Richtung sein.

Aber sei dir bewusst: Auch wenn der Wunsch nach Veränderung ehrlich gemeint ist, braucht eine Therapie vor allem eins – Zeit, oft Jahre. Die wenigsten Veränderungen geschehen über Nacht, Rückfälle sind wahrscheinlich.

Viele starten erst dann wirklich mit einer tiefgreifenden Veränderung, wenn die Beziehung bereits beendet ist. Solange du bleibst, fehlt oft der echte Antrieb, sich wirklich mit dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen.

Und du?

Du bezahlst derweil weiter den Preis – seelisch und körperlich.

Psychische Gewalt hinterlässt Spuren. Sie schwächt dich, raubt dir Energie, Selbstvertrauen und Orientierung. Deshalb: Zieh klare Grenzen, steh für dich ein. Viele seiner Worte, viele Gesten haben nur ein Ziel: dich kleinzuhalten. Dir einzureden, du seist nicht genug.

Aber das bist du. Du bist genug.

Halte dir eines immer wieder vor Augen:

Du verdienst eine Beziehung, in der du geliebt wirst – und respektiert.

Wenn das dauerhaft nicht gegeben ist, kann eine Trennung die einzige gesunde Entscheidung sein.

Kommt dir das alles bekannt vor? Du brauchst einen klaren Blick von außen?

Du bist in einer Beziehung, die dir nicht guttut und hast Bedenken vor dem falschen Schritt? 

Silke Setzkorn, Portätfoto, sie schaut direkt in die Kamera

Ich bin Silke Setzkorn, Affären-Expertin, Online Beziehungs-Coach und Buch-Autorin

Lass uns deine Situation genau durchleuchten und deine nächsten Schritte einfach gemeinsam besprechen. So kannst du nichts übersehen und gehst verantwortungsvoll vor.

Erfahrungsgemäß hast du nach unserem Gespräch eine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung und du bist in dir klar und sicher.

Klicke hier für Informationen zu einer 1:1 Einzelberatung oder Paarberatung via Handy oder Zoom mit mir:

Ich freue mich, dich im 1:1 zu begleiten und bin gespannt, dich kennenzulernen!

Herzlichst, 

Silke Setzkorn

Noch mehr gute Tipps in Sachen Beziehung? Abonniere meinen Newsletter!


Wann du dich trennen solltest, auch, wenn du ihn noch liebst: