Eine junge Frau flüstert ihrem Mann etwas ins Ohr, er blickt sehr erstaunt

Nur 10 Prozent der verheirateten Männer trennen sich für die Affäre? Stimmt nicht!

Vielleicht hast du diesen Satz schon gehört: „Ein verheirateter Mann verlässt seine Frau sowieso nie für die Affäre.“ Doch das kommt häufiger vor als gedacht. Warum die Trennung oft lange dauert, viele Männer zurückkehren und welche 4 Phasen sie dabei durchlaufen, erfährst du hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Behauptung, nur jeder zehnte verheiratete Mann verlasse seine Frau für die Affäre, beruht auf unvollständigen Beobachtungen.
  • Eine Trennung passiert oft nicht schnell oder geradlinig, sondern in einem langen, widersprüchlichen Prozess.
  • Gründe für das Zögern sind oft Kinder, Verantwortung, finanzielle Folgen, Schuldgefühle, das soziale Umfeld und die Angst vor der falschen Entscheidung.
  • Die Rückkehr zur Ehefrau bedeutet nicht automatisch, dass die Gefühle zur anderen Frau unecht sind.
  • Paartherapie ist nicht automatisch eine Entscheidung für die Ehe, sondern oft Teil eines letzten Prüfens.
  • Typisch sind vier Phasen: inneres Aufwachen, neue Gefühle durch die Affäre, konkrete Planung mit Angst und schließlich klare Umsetzung.

Du willst diesen Blogpost anhören? Gesprochen von Silke Setzkorn


Trennt sich ein verheirateter Mann überhaupt für die Geliebte?

Ja, das passiert. Aber nicht so, wie viele es sich vorstellen.

Die Vorstellung, ein Mann verliebt sich, erkennt sofort die Wahrheit über seine Ehe und zieht wenige Wochen später aus, hat mit der Realität oft wenig zu tun.

In den meisten Fällen läuft es viel widersprüchlicher: Er schwankt, zieht sich zurück, macht wieder Hoffnung, versucht vielleicht noch, die Ehe zu retten, und trifft trotzdem innerlich längst nicht mehr dieselbe Entscheidung wie früher.

Das Problem ist nicht immer fehlende Liebe zur neuen Frau. Oft fehlt vor allem eines: innere Klarheit und die Bereitschaft, die Folgen einer Trennung wirklich zu tragen.

Wenn du dich fragst:

  • Trennt er sich jemals für mich?
  • Warum geht er zurück zu seiner Frau, obwohl er mich liebt?
  • Wie lange dauert es, bis ein verheirateter Mann seine Ehe wirklich verlässt?

Dann hilft dir dieser Artikel, die Dynamik besser zu verstehen.

Warum die bekannte „10-Prozent-Behauptung“ nicht trägt

Die Aussage, nur jeder zehnte verheiratete Mann verlasse seine Frau für die Geliebte, hält sich hartnäckig. Sie wird oft wiederholt, als wäre sie eine gesicherte Wahrheit.

Nur: Eine belastbare allgemeine Statistik dazu gibt es nicht.

Solche Zahlen entstehen oft aus Beobachtungen einzelner Therapeuten, Coaches oder Berater. Das Problem dabei ist offensichtlich: Diese Menschen sehen meist nur einen Ausschnitt des Prozesses. Sie erleben Männer in einem bestimmten Stadium – aber nicht unbedingt die ganze Entwicklung bis zur endgültigen Entscheidung.

Genau darin liegt der Denkfehler.

Wer mitten im Chaos eine Beratung aufsucht, ist oft noch lange nicht an dem Punkt, an dem wirklich gehandelt wird. Wenn er später abbricht, zurückgeht oder sich wieder entzieht, wirkt das von außen wie eine klare Entscheidung. Tatsächlich kann der innere Prozess aber noch weiterlaufen.

Darum ist es wenig sinnvoll, aus Zwischenständen endgültige Wahrheiten abzuleiten.

Paar hat Beziehungsprobleme, streitet und streitet im Wohnzimmer

Warum die Entscheidung oft so lange dauert

Eine Ehe zu verlassen ist keine Kleinigkeit. Schon gar nicht nach vielen gemeinsamen Jahren, mit Kindern, Haus, Alltag, Verpflichtungen und gemeinsam aufgebautem Leben.

Es geht eben nicht nur um Gefühle. Es geht auch um:

  • Verantwortung gegenüber der Ehefrau
  • Kinder und Familie
  • finanzielle Folgen
  • das eigene Selbstbild
  • Schuldgefühle
  • Angst vor der Reaktion des Umfelds
  • die Sorge, die falsche Entscheidung zu treffen

Viele Männer wollen nicht leichtfertig wirken. Sie wollen nicht derjenige sein, der alles zerstört. Manche hoffen lange, dass sich die Ehe doch noch retten lässt. Andere wissen innerlich längst, dass sie gehen müssten – und schaffen es trotzdem nicht, den Schritt umzusetzen.

Von außen sieht das oft nach Widerspruch aus. Von innen ist es für viele ein zäher Loyalitätskonflikt.

Warum er trotz Liebe zu dir wieder zu seiner Frau zurückgeht

Für viele Affärenfrauen ist genau das der schmerzhafteste Punkt:
Er sagt, dass er dich liebt – und geht trotzdem zurück.

Das fühlt sich wie ein Verrat an. Oder wie der Beweis, dass seine Gefühle doch nicht echt waren. Nur stimmt das nicht immer.

Häufig geht ein Mann zurück, weil er die Ehe doch noch einmal prüfen oder retten will. Nicht unbedingt, weil dort alles gut ist. Sondern weil die endgültige Trennung für ihn noch zu bedrohlich wirkt.

Er fragt sich dann Dinge wie:

  • Kann ich meine Familie wirklich verlassen?
  • Was tue ich den Kindern damit an?
  • Was, wenn ich später bereue, nicht alles versucht zu haben?
  • Was, wenn ich mich täusche?

Gerade Männer, die noch mitten im Entscheidungsprozess stecken, machen oft genau diese Rückbewegungen. Weil es ihnen noch an Klarheit oder Konsequenz fehlt.

Paartherapie heißt nicht automatisch, dass er sich gegen die Affäre entscheidet

Auch das wird oft falsch verstanden.

Wenn ein Mann mit seiner Frau in Paartherapie geht, bedeutet das nicht automatisch, dass er sich innerlich bereits für die Ehe entschieden hat. In vielen Fällen ist Paartherapie eher ein letzter Prüfstein.

Er will dann herausfinden:

  • Ist hier überhaupt noch etwas zu retten?
  • Gibt es noch echte Verbindung?
  • Ist das, was ich fühle, nur eine Krise – oder ist die Ehe innerlich vorbei?

Viele Paare suchen sich Hilfe, wenn bereits viel kaputt oder in Bewegung ist. Therapie ist dann nicht der Anfang einer gesunden Beziehung, sondern oft der Versuch, vor einer endgültigen Entscheidung noch einmal ehrlich hinzuschauen.

Und manchmal wird genau dort erst klar, dass eine Trennung unvermeidbar ist.

Wann trennt sich ein gebundener Mann für die Geliebte?

Und was passiert in ihm, bis es so weit ist?
Warum wirken manche Männer so widersprüchlich, schwanken zwischen Nähe und Rückzug – und andere brechen scheinbar mühelos aus ihrer Ehe aus?

Warum reden einige seit Monaten von Trennung, tun es aber nie? Und andere entscheiden sich plötzlich und ohne große Vorwarnung?

Die Antwort ist eigentlich simpel:

Männer verhalten sich so unterschiedlich, weil sie in ganz verschiedenen Phasen dieses Ablösungsprozesses stecken.

Ein junger Mann blickz sorgenvoll aus einem Fenster in die verregnete Natur.

Verheiratete Männer unterdrücken Gefühle für die neue Frau

Viele verheiratete Männer unterdrücken ihre Gefühle für die neue Frau. Vor allem dann, wenn sie innerlich noch nicht komplett von ihrer Ehe losgelöst sind. Sie leiden unter dieser Zerrissenheit. Wissen nicht, was richtig ist. Hadern. Verzweifeln.

Wer sich aus einer Ehe oder langen Partnerschaft lösen will, muss durch mehrere – oft schmerzhafte – innere Prozesse gehen.

In meinen Beratungen haben sich vier typische Phasen gezeigt, die Männer durchlaufen. Und eines habe ich immer wieder beobachtet:

Wird eine Phase übersprungen, hakt es genau dort – und die Entscheidung zieht sich hin.

Manche bleiben in einer Phase hängen. Andere fallen sogar kurzzeitig in eine frühere zurück – zum Beispiel, wenn der Druck der Geliebten zu groß wird oder sie selbst noch nicht genug Klarheit haben.

Das Spannende: Viele Therapeuten sehen diesen gesamten Prozess nicht, weil Affären selten ihr Schwerpunkt sind. Sie sehen nur den Moment – und schließen daraus auf die Entscheidung.

Gesichtsloser professioneller Psychologe macht sich Notizen in der Zwischenablage, während er eine Frau auf der Couch im Büro berät

Während einer Paartherapie trennen sich die wenigsten Männer für die neue Frau

Wenn ein Mann in dieser Phase noch einmal zur Ehefrau zurückkehrt und die Therapie abbricht, sieht niemand, wie es danach weitergeht. Genau hier wird aber bilanziert – und die berühmte Zahl entsteht. Seit Jahren wird sie so weitergegeben, nie hinterfragt, nie angepasst.

In meinen Beratungen höre ich oft: „Mein Therapeut hat gesagt: Machen Sie das bloß nicht!“
Kein Wunder, dass viele Männer dann abbrechen und es nie bis zur eigentlichen Entscheidung schaffen.

Das Ergebnis?
Eine selbsterfüllende Prophezeiung: Man hört auf zu gehen, bevor man überhaupt am Ziel angekommen ist.

Die 4 Phasen, bevor ein verheirateter Mann seine Ehe wirklich verlässt

In Beratungen zeigt sich oft ein ähnlicher Ablauf. Nicht bei jedem Mann gleich, aber in der Tendenz erstaunlich häufig. Wer diese Phasen kennt, kann viele widersprüchliche Verhaltensweisen besser einordnen.

Springen sie zu früh ab, nehmen sie die offenen Themen mit in die neue Beziehung – und das sorgt später für Chaos. Darum macht es Sinn, diese Phasen erst zu durchleben, bevor die endgültige Trennung passiert.

Phase 1: Er wacht innerlich auf

Am Anfang steht oft kein großer Knall, eher ein leises inneres Aufwachen.

Er merkt irgendwann: So wie es ist, will ich nicht weitermachen.

Vielleicht fehlt schon lange Nähe. Vielleicht gibt es nur noch Streit, Schweigen oder Funktionieren. Vielleicht ist die Verbundenheit verschwunden, obwohl nach außen noch alles „normal“ aussieht.

Wichtig ist: In dieser Phase unternimmt er meistens noch nichts Konkretes. Er spürt nur, dass etwas nicht mehr stimmt. Die Unzufriedenheit ist da, aber die Angst vor Veränderung ist noch größer.

Aufnahme eines jungen Paares, das zu Hause eine Meinungsverschiedenheit hat

Phase 2: Die Affäre bringt wieder Leben in ihn

In dieser Phase wird er offen für etwas Neues. Genau hier beginnen viele Affären.

Die neue Frau gibt ihm oft das zurück, was ihm in der Ehe fehlt: Aufmerksamkeit, Begehren, Lebendigkeit, Verständnis, emotionale Resonanz.

Er fühlt sich wieder gesehen. Wieder lebendig. Wieder wie er selbst.

Das Problem: Diese starke emotionale Bewegung ist noch keine Entscheidung.

Er lebt jetzt zwischen zwei Welten. Unglücklich in der Ehe – aber noch nicht bereit, sie wirklich zu verlassen. Für die Geliebte kann das sehr verwirrend sein, weil seine Gefühle echt wirken, sein Verhalten aber trotzdem unklar bleibt.

Eine Frau dreht sich zum Mann um und greift nach seiner Hand

Phase 3: Er beginnt zu planen — und bekommt Angst

Jetzt wird es ernst.

Er denkt nicht mehr nur darüber nach, wie ein anderes Leben aussehen könnte. Er beschäftigt sich mit den Konsequenzen. Vielleicht informiert er sich über Finanzen, Wohnsituation, Trennung, Kinder oder rechtliche Fragen. Vielleicht malt er sich zum ersten Mal konkret aus, wie der Alltag nach einer Trennung aussehen würde.

Und genau hier schlägt bei vielen Männern die Angst voll ein.

Denn jetzt geht es nicht mehr um Sehnsucht oder Fantasie. Jetzt wird aus innerem Wunsch eine reale Möglichkeit. Und damit tauchen Verlustängste, Schuldgefühle und Existenzsorgen auf.

Viele Männer stocken genau an diesem Punkt. Manche kehren vorübergehend zur Ehe zurück. Andere ziehen sich aus der Affäre zurück. Wieder andere reden weiter, handeln aber nicht.

Für die Geliebte ist das oft die anstrengendste Phase, weil er gleichzeitig nah und fern wirkt. Hoffnungsvoll und blockiert. Offen und verschlossen.

Phase 4: Er entscheidet sich und setzt um

Das ist die Phase, in der Worte zu Handlungen werden.

Ein Mann, der an diesem Punkt angekommen ist, redet nicht nur über Trennung.

  • Er führt Gespräche.
  • Er trifft Entscheidungen.
  • Er organisiert die nächsten Schritte.
  • Er übernimmt Verantwortung für die Folgen.

Er ist dabei nicht perfekt und auch nicht emotionslos – aber verbindlich.

Der große Unterschied zu den Phasen davor ist klar:

  • Er weicht nicht mehr aus.
  • Er hofft nicht mehr darauf, dass sich alles von selbst löst.
  • Er weiß, dass seine Entscheidung schmerzhaft sein wird – und geht trotzdem.

Erst hier ist er wirklich bereit, seine Ehe zu verlassen.

Woran du erkennst, in welcher Phase er steckt

Nicht an seinen Gefühlen oder an seinen Nachrichten. Auch nicht an großen Worten in intensiven Momenten. Sondern daran, ob sein Verhalten zu dem passt, was er sagt.

Er steckt eher in Phase 2 oder 3, wenn er …

  • beteuert, dass du ihm viel bedeutest, aber nichts verändert
  • immer wieder von Trennung spricht, ohne konkrete Schritte zu gehen
  • sich zurückzieht, sobald Druck entsteht
  • zwischen Nähe und Distanz schwankt
  • Hoffnung macht, aber unverbindlich bleibt

Er ist eher in Phase 4, wenn er …

  • konkrete Entscheidungen trifft
  • unangenehme Gespräche nicht länger aufschiebt
  • praktische Schritte einleitet
  • Verantwortung für die Situation übernimmt
  • nicht nur redet, sondern handelt

Das ist der wichtigste Unterschied überhaupt: Wer klar ist, wird irgendwann konkret. Wer unklar ist, bleibt in Schleifen.

Eine einsame Frau sitzt am Boden und schaut traurig

Wenn du die Geliebte bist: Was dir jetzt wirklich hilft

Das Schwerste an dieser Situation ist oft nicht die Liebe, sondern die Schwebe.

Du wartest, hoffst, deutest jedes Wort, klammerst dich an Fortschritte und versuchst gleichzeitig, dich vor der nächsten Enttäuschung zu schützen. Mit der Zeit kann dich das völlig auslaugen.

Darum ist die wichtigste Frage nicht nur: Wann trennt er sich?

Frage dich auch: Wie lange willst du dein Leben noch von seiner Unentschlossenheit abhängig machen?

Wenn er sich noch in Phase 2 oder 3 bewegt, bringt Druck oft wenig. Viele Männer reagieren darauf mit Rückzug. Das heißt aber nicht, dass du einfach stillhalten und aushalten musst.

Was dir eher hilft:

  • hole dir Unterstützung, wenn du dich emotional festgefahren fühlst
  • achte mehr auf Verhalten als auf Versprechen
  • schau ehrlich hin, ob es Entwicklung gibt
  • setze dir eine innere Grenze
  • stelle dein eigenes Leben nicht auf Stand-by

Wenn du dir nicht sicher bist:

Komm zu mir in die Beratung – wir klären gemeinsam, in welcher Phase er steht, was das für dich bedeutet und welche nächsten Schritte für dich sinnvoll sind. So bekommst du endlich Klarheit und kannst aufhören, nur zu warten.

Wenn du der verheiratete Mann in dieser Situation bist

Dann kennst du wahrscheinlich dieses Gefühl, zwischen allen Fronten zu stehen.

Du willst deine Frau nicht verletzen.
Du willst der anderen Frau nichts vormachen.
Und gleichzeitig weißt du, dass das Hin und Her niemandem gut tut.

Viele Männer ziehen sich in dieser Situation zurück. Sie werden still, brechen Kontakt ab oder verschieben jede Entscheidung, weil sie hoffen, irgendwie aus dem inneren Druck herauszukommen.

Nur: Auch Nicht-Entscheiden ist eine Entscheidung.

Wenn du seit Monaten im Kreis läufst, helfen dir oft nicht noch mehr Erklärungen, sondern ein paar sehr ehrliche Fragen:

Ehrliche Fragen an dich selbst

  • Ist deine Ehe für dich innerlich noch lebendig?
  • Bleibst du aus Liebe – oder aus Angst?
  • Versuchst du, zwei Leben gleichzeitig offen zu halten?
  • Hoffst du insgeheim, dass dir jemand die Entscheidung abnimmt?

Klarheit entsteht selten dadurch, dass man immer länger wartet. Meist entsteht sie dort, wo man aufhört, sich selbst auszuweichen.

In diesen vier Phasen werden sich verheiratete Männer klar, ob sie sich aus ihrer Ehe für die Affäre lösen werden

Die meisten von ihnen suchen in Phase 2 oder 3 Gespräche mit Therapeuten oder Coaches auf, um Unterstützung bei ihrer Entscheidungsfindung zu erhalten. Sobald sie jedoch Klarheit erlangt haben und den Trennungsprozess aktiv vorantreiben, haben sie in der Regel keinen weiteren Bedarf an dieser Unterstützung.

Es ist völlig normal, dass Männer in Phase 2 oder 3 schwanken und unsicher sind. In diesen Phasen ist es nicht ungewöhnlich, dass sie den Trennungsprozess abbrechen, sich umentscheiden oder vorübergehend die Therapie oder das Coaching beenden.

Diese Unsicherheiten und Schwankungen entstehen oft aus Angst, Druck oder einem allgemeinen unguten Gefühl. Die emotionale Belastung und die Angst vor den Konsequenzen einer Trennung können überwältigend sein.

Viele verheiratete Männer brechen Paartherapie oder Coaching irgendwann ab – besonders, wenn eine Affäre im Spiel ist.

Warum?
Weil sie sich überfordert fühlen.
Weil sie die Hoffnung auf eine klare Lösung verlieren.
Weil die Angst vor dem Unbekannten sie lähmt.

Und wenn sie einmal abbrechen, kehren die wenigsten zurück.

Das ist nachvollziehbar:
Eine Trennung ist emotional und praktisch eine Riesenaufgabe.
Männer in dieser Phase sind hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch nach Veränderung und der Angst vor den Konsequenzen.

Deshalb brauchen sie Verständnis – auch wenn sie sich zeitweise zurückziehen.

Viele verheiratete Männer, die zu mir in die Beratung kommen, wollen vor allem eines: Klarheit.

Klarheit darüber, ob ihre Gefühle für die neue Frau nur aus Euphorie bestehen – und ob das, was sie mit ihrer Ehefrau verbindet, wirklich noch Liebe ist oder nur Gewohnheit.

  • Ich stelle ihnen dazu entscheidende Fragen.
  • Ich gebe Impulse, die ihnen helfen, zu verstehen, was sie wirklich wollen.
  • Sie bekommen meine Erfahrungswerte, wie sie Trennungsgespräche führen können, ohne ihre Frau in den freien Fall zu schicken.
  • Wie sie eine faire Trennung gestalten – Schritt für Schritt, offen und respektvoll.

Eine Ehe für eine Affäre aufzugeben, fällt den wenigsten leicht

Viele Männer, die mit dem Gedanken an Trennung ringen, sind nicht kalt oder verantwortungslos. Eher im Gegenteil.

  • Sie leiden darunter, ihrer Frau wehzutun.
  • Sie fürchten, ihren Kindern zu schaden.
  • Sie haben Angst davor, als Egoist dazustehen.
  • Sie wissen, dass ihre Entscheidung nicht nur ihr eigenes Leben verändert.

Darum ist dieser Prozess oft so belastend. Eine Trennung kann richtig sein und sich trotzdem schrecklich anfühlen.

Das eine schließt das andere nicht aus.

Verheiratete Männer, die ihre Frau für eine andere verlassen wollen, werden schnell abgestempelt

Vielleicht bist du der verheiratete Mann, selbst in dieser Situation. Du steckst fest.
Du willst der neuen Frau nichts mehr versprechen – aus Angst, sie noch mehr zu verletzen.
Vielleicht hast du den Kontakt sogar abgebrochen. Oder sie zu dir.

In dir tobt Chaos. Alles, was du willst: endlich Klarheit.

Mann schaut auf eine Tafel, auf der ein Labyrinth von möglichen Wegen aufgezeichnet ist

Du hast Angst, den falschen Schritt zu gehen. Angst vor der Reaktion deiner Frau, deiner Familie, deines Umfelds.

Vielleicht hast du schon versucht, dich zu trennen – und bist dann doch zurückgerudert. Jetzt stehst du wieder am gleichen Punkt. Festgefahren.
Du suchst Bestätigung, um diesen Weg wirklich zu gehen.

Oder du bist die Geliebte und fragst dich:
Soll ich bleiben, soll ich gehen?
Wie lange halte ich das noch aus?

Kommt einzeln oder auch gern zusammen zu mir in die Beratung. Perfekt für Paare ist mein 4-Stunden-Beratungspaket: zwei Einzelsitzungen und danach eine gemeinsame Doppelstunde. Dort moderiere ich das Gespräch und bringe die wichtigsten Punkte aus beiden Sitzungen zusammen.

Fazit: Nicht seine Gefühle entscheiden – sondern seine Bereitschaft, Konsequenzen zu tragen

Ein verheirateter Mann kann seine Frau für die Geliebte verlassen. Aber fast nie über Nacht und selten ohne innere Rückschritte. Entscheidend ist nicht nur, was er fühlt. Entscheidend ist, ob er bereit ist, die Folgen seiner Entscheidung wirklich zu tragen.

Viele Männer scheitern nicht an ihren Gefühlen, sondern an ihrer Angst. Und viele Frauen warten nicht auf Liebe, sondern auf Klarheit.

Wenn du in dieser Situation steckst, hilft dir deshalb vor allem ein nüchterner Blick:
Nicht auf seine Versprechen. Schau auf die Phase, in der er tatsächlich steht.

FAQ

FAQ: Wenn verheiratete Männer zwischen Ehefrau und Geliebter stehen

Ja, das kommt vor. Aber meist nicht schnell und nicht ohne längeren inneren Konflikt.

Darauf gibt es keine feste Zeit. Manche Männer bleiben monatelang in der Schwebe, andere über Jahre. Entscheidend ist weniger die Dauer als die Frage, ob sich wirklich etwas entwickelt.

Oft aus Angst, Schuldgefühl oder dem Wunsch, die Ehe doch noch zu retten. Das ist nicht automatisch ein Zeichen gegen seine Gefühle — aber es zeigt, dass er noch nicht klar ist.

An konkreten Schritten. Wer nur redet, aber nichts verändert, ist noch nicht so weit. Wer handelt, Verantwortung übernimmt und Entscheidungen nicht mehr vertagt, zeigt deutlich mehr Klarheit.

Das hängt nicht nur von ihm ab, sondern auch von dir. Die wichtigere Frage ist oft: Wie lange ist diese Situation für dich noch tragbar, ohne dass du dich selbst verlierst? Wenn du leidest, empfehle ich: Abstand, ehrliche Selbstreflexion und Unterstützung von außen. Nicht, um seine Entscheidung zu kontrollieren, sondern um deine eigene wiederzufinden.

Silke Setzkorn, Portätfoto, sie schaut direkt in die Kamera

Du steckst zwischen zwei Menschen: da ist deine Ehe und da ist diese andere Verbindung

Und je mehr du nach Klarheit suchst, desto unsicherer fühlt sich alles an.
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Herzlich
Silke Setzkorn

Portrait von Silke Setzkorn

Über die Autorin

Silke Setzkorn ist systemisch-psychologische Beraterin und seit über 15 Jahren auf Affärenberatung für verheiratete Männer spezialisiert. Über 40.000 Gespräche, Autorin von 3 Büchern, u. a. „So lieben Männer in Affären“ und Host des Podcasts „Affären-Kompass®“. Sie schreibt über Entscheidungen und Dynamiken in Affären.

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aktualisiert am 09.04.2026